Skoda beim Estland-Debüt auf Punktekurs

Von Toni Hoffmann
ERC
Sepp Wiegand beim Sprung im Estland

Sepp Wiegand beim Sprung im Estland

Deutschlands Rallye-Ass Sepp Wiegand startet als Sechstplatzierter in den Finaltag, EM-Spitzenreiter Lappi beendet den ersten Tag bei der Rallye Estland im Skoda Fabia Super 2000 auf Rang fünf.

Skoda liegt nach dem ersten Tag bei der Highspeed-Rallye Estland auf Punktekurs. Beim siebten Saisonlauf der FIA Rallye-Europameisterschaft (ERC) belegt das finnische Duo Esapekka Lappi/Janne Ferm im Fabia Super 2000 den fünften Platz. Die Meisterschaftsführenden rangieren somit knapp vor Sepp Wiegand/Frank Christian (D/D): Die beiden Youngster vom Team Skoda Auto Deutschland liegen im werkseigenen Schwesterauto auf Platz sechs.

Für die meisten ERC-Starter ist die Rallye in Estland eine vollkommen neue Erfahrung. So sind auch weder das Werksteam von Skoda Motorsport noch die beiden Fahrerduos bei der Schotterrallye rund um das Wintersportzentrum Otepää im Süden Estlands schon einmal am Start gewesen. Entsprechend taktisch sind die Skoda Fahrer den ersten der beiden Rallye-Tage angegangen.

«Wir haben es hier in Estland mit extrem schnellen Pisten zu tun, auf denen der kleinste Fahrfehler das sofortige Aus bedeuten kann», sagte Lappi. «Die Prüfungen sind sogar schneller als in meiner Heimat Finnland. Ich könnte sicherlich schneller fahren, aber dann würde ich die Grenze zu einem nicht mehr vertretbaren Risiko überschreiten. Schließlich muss ich auch an den Gesamtstand in der Meisterschaft denken und möchte möglichst viele Punkte mitnehmen. Dazu kommt, dass die ‚Local Heroes‘, die in der ERC-Gesamtwertung allesamt keine Rolle spielen, hier über einen klaren Erfahrungsvorsprung verfügen, den sie am Freitag auch voll ausgespielt haben. Aber eines ist klar: Am Samstag wollen wir mehr.»

In der Tat befinden sich vor dem Finaltag der Rallye Estland drei rein estnische Fahrerpaarungen in den Top 4. «Kompliment an die Lokalmatadoren. Deren Tempo konnten wir nicht ganz mitgehen», sagte Wiegand. «Ich bin noch nie auf derart schnellen Wertungsprüfungen gefahren. Aber ich kann sagen: Es macht hier wahnsinnig viel Spaß! Wir können sicher noch etwas schneller fahren, doch am wichtigsten ist, dass wir keine Fehler machen. Ich möchte am Samstag unbedingt ins Ziel kommen und als Gesamtzweiter zur nächsten Rallye fahren.»

Am zweiten Tag der Rallye Estland, der größten Motorsport-Veranstaltung der baltischen Staaten, stehen weitere 107,88 Kilometer auf Schotter auf dem Programm – verteilt auf sechs Wertungsprüfungen. Das Ziel ist in Estlands zweitgrößter Stadt Tartu, wo am Samstag ab 20:45 Uhr Ortszeit (19:45 Uhr MESZ) die Siegerehrung über die Bühne geht.

Die Zahl des Tages: 8.250

Die maximale Drehzahl des Skoda Fabia Super 2000 beträgt 8.250 U/min – dann regelt die Motorelektronik des 279-PS-Aggregats im Hightech-Allradler aus Mladá Boleslav automatisch ab. Bei keiner anderen Rallye im ERC-Kalender passiert dies so häufig wie auf den extrem schnellen Schotterpisten der Rallye Estland. Am Freitag erreichten die beiden Skoda Duos auf manchen Prüfungen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 126 km/h. Zum Vergleich: Bei der traditionell schnellen Asphaltrallye in Ypern vor knapp vier Wochen waren 115 km/h das Maximum.

Zwischenstand nach Tag :

1. Tänak/Mõlder (EST/EST), Ford Fiesta R5, 58.18,1 Min.
2. Kõrge/Pints (EST/EST), Ford Fiesta R5, + 44,2 Sek.
3. Lukyanuk/Arnautov (RUS/RUS), Mitsubishi Lancer Evo X, + 47,4 Sek.
4. Aus/Koskinen (EST/EST), Mitsubishi Lancer Evo IX, + 1.07,0 Sek.
5. Lappi/Ferm (FIN/FIN), Skoda Fabia Super 2000, + 1.25,9 Min.
6. Wiegand/Christian (D/D), Skoda Fabia Super 2000, + 1.48,7 Min.
7. Kruuda/Järveoja (FIN/FIN), Peugeot 208 T16, + 1.56,1 Min.
8. Plangi/Sarapuu (EST/EST), Peugeot 208 T16, + 2.01,7 Min.
9. Murakas/Adler (FIN/FIN), Mitsubishi Lancer Evo X, + 2.05,7 Min
10. Chardonnet/De La Haye (F/F), Citroën DS3 R5, + 2.06,7 Min.

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