Zweiter Aprilia-Fahrer 2027 neben Marco Bezzecchi: Was Rennchef Rivola sagt
Für Aprilia-Rennchef Massimo Rivola hatte es Priorität mit Marco Bezzecchi bis Ende 2028 zu verlängern. Hinsichtlich des zweiten Fahrers für die MotoGP-Saison 2027 will man sich Zeit lassen.
Einen Tag vor dem offiziellen MotoGP-Test in Sepang bestätigten Marco Bezzecchi und Aprilia Racing die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit bis mindestens Ende 2028. Die Vertragsverlängerung wurde emotional im Rahmen einer Show-Hochzeit von «Bez» mit seiner Braut, einer weißen RS-GP, zelebriert. Es war aber vielmehr als eine gelungene Inszenierung, denn dass Bezzecchi und Aprilia gut zueinander passen, hatte sich bereits zum Saisonstart 2025 abgezeichnet. Es folgten Siege und Podestplätze, am Ende sprang WM-Rang 3 heraus.
«Dass wir Marco so früh in der Saison bestätigen konnten, beweist, dass diese Verbindung zwischen ihm und Aprilia seit Beginn an etwas spezielles war. Es war unsere Priorität, mit ihm zu verlängern», bestätigte Aprilia-Rennchef Massimo Rivola in Sepang. «Wir schätzen auch seine Fähigkeiten, uns die richtige Richtung bei der Weiterentwicklung des Motorrads zu zeigen. Er ist sehr wichtig für die Entwicklung des 2027er-Bikes.»
Es war unsere Priorität, mit Marco zu verlängern
Massimo Rivola
Auf der anderen Seite der Box sieht es weniger harmonisch aus. Jorge Martin erlebte 2025 ein Katastrophenjahr, in dem er sich viermal verletzte. Dazu kamen beim Spanier Gedanken, den Vertrag mit Aprilia vorzeitig aufzulösen, was Rivola vehement ablehnte. Dass Jorge Martin auch 2027 auf einer RS-GP sitzen wird, ist unwahrscheinlich, zumal er bereits in Verbindung mit Yamaha gebracht wird.
Rivola über Martin: «Die ersten Rennen werden hart sein für ihn!»
«Wer der zweite Fahrer neben Marco wird, werden wir sehen. Obwohl die Entwicklungen am Fahrermarkt verrückt sind, haben wir keine Eile», meinte Rivola gelassen. 2026 wird Martin aber noch eine volle Saison für Aprilia fahren. Der Start war erneut alles andere als ideal – so verpasste er den dreitätigen Sepang-Test, weil er nach zwei weiteren Operationen im letzten Dezember immer noch nicht fit ist. Wie sieht bei Aprilia Racing der Plan aus, um Martin für den Saisonstart auf Spur zu bringen? «Zuerst einmal war es gut, dass er hier war, um das Motorrad anhand der Daten zu verstehen und den Vergleich mit dem letztjährigen Bike zu haben. Natürlich ist es etwas ganz anderes, wenn du dieses fährst», so der Italiener. «Die Priorität liegt momentan darauf, dass er fit wird – auch wenn die ersten Rennen hart sein werden für ihn. Es ist aber eine lange Saison, wir möchten ihn auf der Aprilia mit 100 Prozent sehen.»
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