Ypern: Zehnter Sieg für Loix, Rallye-Junior glänzt

Von Toni Hoffmann
ERC
Freddy Loix hat bei seinem Heimspiel in der Rallye-Europameisterschaft mit dem zehnten Sieg einen neuen Rekord aufgestellt, Marijan Griebel schlug sich in Nordbelgien tapfer.

Freddy Loix hat beim fünften Lauf zur Rallye-Europameisterschaft in seiner belgischen Heimat zum zehnten Mal den wallonischen Asphalt-Klassiker gewonnen. Nach 17 Prüfungen lag Loix bei seinem Debüt im Skoda Fabia R5 1:27,5 Minuten vor Bryan Bouffier und Vincent Verschueren, beide im Citroën DS3 R5. Trotz seines Ausfalls am Samstagnachmittag bleibt Craig Breen (Peugeot 208 T16) mit 124 Punkten in der Tabelle vor Kajetan Kajetanowicz (103 Zähler) vorne.  

Insgesamt wechselte bei der Rallye Ypern vier Mal die Führung. Kevin Abbring lag bis zu seinem Abflug im Peugeot 208 T16 in der dritten Prüfung vorne. Die Spitze wechselte zum seinem Markenkollegen Craig Breen, der sich auf der 13. Prüfung verabschiedete. Bryan Bouffier im Citroën DS R5 belegte die Spitzenposition von der elften bis zur 15. Entscheidung, dann schlug die Stunde von Freddy Loix.

Starke Leistung des ADAC Opel Rallye Junior Teams

Das ADAC Opel Rallye Junior Team hat mit einer überragenden Leistung beim EM-Lauf rund um die belgische Stadt Ypern in Westflandern seine derzeitige Führungsrolle in der Rallye-Junior-Europameisterschaft (FIA ERC Junior) untermauert. Opel-Werkspilot Marijan Griebel (26, Hahnweiler) und sein Copilot Stefan Clemens (28, Thailen) belegten in ihrem Adam R2 zum zweiten Mal in dieser EM-Saison den zweiten Rang. Und dabei waren sie am Ende sogar bitter enttäuscht.

Denn die beiden Deutschen waren mit einem Vorsprung von 36 Sekunden als Führende in die letzte von siebzehn anspruchsvollen Asphalt-Wertungsprüfungen gegangen und fuhren eindeutig auf Siegeskurs, als sie wenige Kilometer vor dem Ziel ohne Eigenverschulden ein Reifendefekt hinten links ereilte. Zwar brachte Griebel den Adam R2 auf einer Felge fahrend ins Ziel, der Zeitverlust betrug aber dennoch annähernd eine Minute. Der zweite Schlussrang hinter seinem polnischen Markenkollegen Aleks Zawada und vor dem Sachsen Julius Tannert in einem weiteren Kunden-Adam R2 war für den Pfälzer ein schwacher Trost.  

Griebel rang um die richtigen Worte: «Wenn man zwei Tage lang ohne gravierende Fehler fährt, das Auto läuft wie ein Uhrwerk, das ganze Team perfekte Arbeit leistet, und dann gleitet einem ein sicher geglaubter Sieg durch die Hände, ist das einfach nur bitter. Und das schon wieder so kurz vor Schluss. Im Moment überwiegt die Enttäuschung. Immerhin haben wir allen gezeigt, was wir können. Von daher nehmen wir jede Menge Selbstvertrauen mit in die beiden letzten Saisonveranstaltungen der FIA ERC Junior in Estland und Tschechien.»  

 Pech für Emil Bergkvist

\Schon einige Stunden zuvor waren alle Podestträume für Emil Bergkvist (21, Torsåker) und dessen Beifahrer Joakim Sjöberg (29, Ösmo) ausgeträumt. Die schwedischen Tabellenführer der FIA ERC Junior, die sich mit ihren deutschen Teamkollegen vom ersten Kilometer an einen harten Kampf um Sekundenbruchteile geliefert hatten, waren am Ende von WP11 zum ersten Mal in Führung gegangen, als sie ihren Adam R2 in der nächsten Wertungsprüfung mit einem Motorschaden abstellen mussten.  

In der Tat ist die Ausgangslage für das ADAC Opel Rallye Junior Team in der Junior-EM weiterhin ausgezeichnet. Weil nur vier der sechs Saisonergebnisse in die Endwertung eingehen und für Bergkvist unter anderem bereits zwei Siege zu Buche stehen, könnte der Ausfall in Ypern am Ende ohnehin ein Streichresultat darstellen. Und da auch seine beiden zuvor härtesten Verfolger nicht ins Ziel kamen, hat Bergkvist seinen Vorsprung in der Zwischentabelle nach vier Läufen sogar um zwei auf 26 Punkte ausgebaut. Griebel rückte mit seinem zweiten Rang sowie den Bonuspunkten aus den beiden Tageswertungen auf Rang drei der Gesamtwertung vor. Sein Rückstand auf Teamkollege Bergkvist beträgt gegenwärtig 43 Zähler.

Ergebnis nach 17 Prüfungen (= 253,38 km):)

1. Freddy Loix/Johan Gitsels (B), Skoda Fabia R5, 2:21:29,9 h.
2. Bryan Bouffier/Thibault de la Haye (F), Citroën DS3 R5, + 1:27,5 min.
3. Vincent Verschueren/Veronique Hostens (B), Citroën DS3 R5, + 2:02,5
4. Bruno Magalhães/Hugo Magalhães (P), Peugeot 208 T16, + 2:53,1
5. Stéphane Lefebvre (F)/Stéphane Prévot (B), Peugeot 208 T16, + 3:01,9
6. Jaroslav Orsák/David Smeidler (CZ), Skoda Fabia S2000, + 3:20,8
7. Jaromír Tarabus/Daniel Trunkát (CZ), Skoda Fabia S2000, + 4:25,0
8. Martin McCormack/James O’Reilly (GB/IRL), Skoda Fabia S2000, + 5:48,2
9. Davy Vanneste/Eddy Snaet (B), Ford Fiesta R5, + 5:48,3
​10. Petter Kristiansen/Ole Kristian Brennum (N), Skoda Fabia S2000, + 6:59,9  

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