Marc Marquez’ MotoGP-Pläne für 2027: «Ducati ist meine erste Option, aber…»
MotoGP-Champion Marc Marquez äußerte sich im Rahmen der Ducati-Teampräsentation zu seiner Zukunft und verdeutlichte, dass er sich für die Saison 2027 noch nicht entschieden hat.
Mit dem Wechsel von Honda zu Ducati fand Marc Marquez’ MotoGP-Karriere vor zwei Jahren wieder in die Spur. Der Spanier rehabilitierte sich in der Saison 2024, gewann mit dem Gresini-Team und der Ducati-Vorjahresmaschine wieder Rennen und bereitete den Aufstieg ins Werksteam vor. Nach dem Wechsel in die Lenovo-Mannschaft war Marquez erneut der Fahrer, den es zu schlagen galt. Er stellte im Vorjahr souverän den WM-Titel sicher und plant, dieses Kunststück in diesem Jahr zu wiederholen. Doch wohin führt sein Weg nach der MotoGP-Saison 2026?
Im Rahmen der Ducati-Teampräsentation äußerte sich Marquez vorsichtig zu seinen Plänen für 2027 und deutete an, bei Ducati weiterzumachen. Festlegen wollte sich der Spanier allerdings nicht. «Wenn man meine Karriere betrachtet, sieht man, dass ich versuche, nicht zu wechseln, solange ich mich in einem Team wohlfühle, schnell bin und alles gut läuft. Deshalb ist es meine erste Wahl, bei Ducati zu bleiben», kommentierte der 32-Jährige.
«Dennoch müssen wir Schritt für Schritt vorgehen. Die Verträge werden immer früher abgeschlossen, und natürlich gibt es Gespräche – aber zuerst möchte ich mir alle Optionen genau anschauen», deutete Marquez an, nichts zu überstürzen.
Die MotoGP-Regelreform für 2027 erschwert eine verlässliche Prognose darüber, welcher Hersteller in der neuen 850er-Ära den Ton angeben wird. «Niemand kann versprechen, das beste Motorrad zu haben», weiß auch Marquez. «Man muss seinem Instinkt folgen und für sich entscheiden, welches Projekt das richtige ist. Einige Fahrer werden sich bereits vor dem ersten Rennen entschieden haben. Ich bin einer dieser Fahrer. Ich befinde mich in Gesprächen. Ich muss für mich festlegen, was das Beste für meine Karriere und mein Leben ist.»
Startet Marquez als achtmaliger MotoGP-Champion in die 850er-Ära?
Die Mission für die bevorstehende MotoGP-Saison ist klar: Marquez will seine Krone verteidigen und seinen achten MotoGP-Titel holen – damit würde er an Erzrivale Valentino Rossi vorbeiziehen. «Wir müssen in diesem Jahr erneut um den Titel kämpfen. Der Druck ist da, denn wenn man für das Ducati-Werksteam fährt, muss man um den WM-Titel kämpfen. Das ist unser Ziel. Aus diesem Grund habe ich im Winter hart gearbeitet», sagte Marquez.
Die Saisonvorbereitung verlief jedoch nicht völlig reibungslos. Die Folgen seines Sturzes in Indonesien sind noch spürbar. «Im Winter gab es einige Schwierigkeiten, die es verzögerten, dass ich wieder aufs Motorrad steigen konnte. Doch im Januar lief es bisher gut, es sieht gut aus», berichtete der Spanier.
Der Erfolg des Vorjahres hat Marquez etwas Druck genommen. Bei der Ducati-Teampräsentation wirkte er gelassener: «Ich würde mich freuen, wenn ich noch einen weiteren WM-Titel einfahre. Wenn nicht, ist es kein Desaster. Aber wir werden es natürlich versuchen», sagte der Titelverteidiger, der erneut mit der Nummer 93 antreten wird.
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