Hoffnung: Toyota gewillt, 2018 in FIA WEC zu fahren

Von Oliver Müller
FIA WEC
Unter der Voraussetzung, dass gewisse Regularien bestätigt werden, wird Toyota an der kommenden Saison der Sportwagen-WM (FIA WEC) teilnehmen. Das ist die erste gute Nachricht für die Macher der Serie seit langer Zeit.

In den letzten Monaten ballerte es auf die Organisatoren der FIA WEC regelrecht ein. 2015 verabschiedete sich Nissan aus der großen LMP1-Klasse, 2016 folgte der langjährige Platzhirsch Audi und zum Ende der aktuellen Saison wird auch das LMP1-Programm von Porsche ein Ende finden. Außerdem floppten die im Juni in Le Mans großspurig verkündeten technischen Regeln, welche ab 2020 in Kraft treten sollen. Eine Horror-Meldung folgte also der nächsten. Und als dann vor kurzem auch Peugeot mitteilte, lieber Rallycross anstatt Prototypen-Sport zu betreiben, schien der Scherbenhaufen komplett. Doch nun gibt es tatsächlich ein Licht am Ende des Tunnels für die Macher der 24 Stunden von Le Mans und der zugehörigen Sportwagen-WM. Denn so wie es aktuell scheint, wird Toyota in der kommenden Saison 2018/19 wohl mit dabei sein.

«Toyota ist bereit, an der WEC 2018/19 teilzunehmen, aber unser Engagement wird davon abhängen, dass entsprechende Regularien bestätigt werden», hat ein hier nicht näher genannter Team-Sprecher gegenüber SPEEDWEEK.com bestätigt.

Damit würde Toyota der einzige Auto-Hersteller sein, der in der LMP1-Klasse der FIA WEC in der kommenden Saison antritt. Dazu kämen noch weitere private LMP1-Projekte von ByKolles, Ginetta, BR/Dallara und potentiell auch Oreca.

Die angedeutete Bestätigung der Regularien kann sich eigentlich nur auf die Equivalence of Performance (EoT) beziehen, welche den Spritdurchfluss der einzelnen LMP1-Renner im Detail definiert. Hier ist angedacht, dass die privaten LMP1 auf ein ähnliches Rundenzeiten-Niveau gehoben werden wie der Toyota TS050. Dem japanischen Hybrid-Renner soll jedoch eine zusätzliche Runde pro Stint auf der Strecke in Le Mans zugestanden werden.

Schon einmal hatte Toyota den Organisatoren der FIA WEC aus der Patsche geholfen. Als Peugeot wenige Wochen vor Beginn der Saison 2012 sein LMP1-Programm schlagartig beendete, schob Toyota seinen eigenen Plan zum Einstieg in die WM etwas nach vorne. So traten in jenem Jahr bereits zwei TS030 Hybrid bei den 24 Stunden von Le Mans an.

Die kommende Saison der FIA WEC geht von Mai 2018 bis in den Juni 2019. Somit sind die 24 Stunden von Le Mans sogar zweimal Teil des Kalenders. Erst ein einziges Mal hat übrigens ein japanischer Hersteller den großen Langstrecken-Klassiker an der französischen Sarthe gewonnen. Das war im Jahre 1991. Damals siegte Mazda und profitierte vom technischen Gebrechen der dominierenden Sauber-Mercedes C11.


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