Weiter zum Inhalt
Abo
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
  1. Start
  2. /
  3. Formelsport
  4. /
  5. Formel 1
  6. /
  7. News
Werbung
George Follmer: GP-Debüt mit 39 Jahren! Shadow-Teamchef ein Ex-Spion
Lewis Hamilton fährt mit 40 Formel 1 und Fernando Alonso mit 44. Zum Vergleich: Der US-Amerikaner George Follmer debütierte 1973 im GP-Sport – mit 39 Jahren! Mit einem Ex-Spion als Teamchef.
Formel 1
Werbung
Werbung
So etwas wird die Generation Netflix nicht mehr erleben: Beim Grossen Preis von Südafrika 1973 gab der US-Amerikaner George Follmer sein Formel-1-Debüt – im Alter von 39 Jahren! Am 27. Januar ist der Allrounder aus Phoenix (Arizona) 92 Jahre alt geworden.
Werbung
Werbung
Beim zweiten Rennen auf dem Podest Im GP-Sport startete er fulminant – Sechster beim ersten Rennen in Kyalami, beim zweiten Rennen im Barcelona-Stadtpark Montjuich stand er als Dritter auf dem Siegerpodest!
Leider ging das mit Shadow nicht so weiter, denn bei den folgenden sieben Läufen schied er fünf Mal vorzeitig aus (vier Mal liess ihn sein Wagen im Stich, einmal geriet George von der Bahn), inzwischen war das elegante Modell DN1 nicht mehr konkurrenzfähig, weil die Gegner auf- und überholt hatten, bei den Schwarzen fehlte es an Kohle für die Weiterentwicklung.
Werbung
Werbung
Schnell mit allem, was vier Räder hatte Follmer war der klassische Allround-Rennfahrer der 60er Jahre, in allem schnell, was vier Räder hatte: IndyCar, NASCAR, TransAm, CanAm, Formel 5000, Langstrecken-Rennwagen, Formel 1.
Seine Karriere begann mit Zuverlässigkeitsfahrten in einem VW Käfer, da war seine Familie schon von Phoenix (Arizona) nach Kalifornien ausgewandert.
Ab Mitte der 1960er Jahre hatte sich Follmer bis in die USAC-Meisterschaft für IndyCar-Fahrzeuge hochgearbeitet. Aber auch in Autos mit Dach schlug er sich sehr gut: TransAm-Meister 1972. Als Notnagel zum CanAm-Meistertitel Im gleichen Jahr sprang er bei Roger Penske für den verletzten Mark Donohue ein und wurde mit dem fabelhaften Porsche 917/10 CanAm-Champion.
Werbung
Werbung
Sein Ruf als verlässlicher, schneller Mann führte zum Engagement von Shadow-Chef Don Nichols. Follmer bereicherte die Formel 1 im reifen Alter von 39 Jahren und einem Monat: Niemand hat seit den 1950er Jahren so spät sein GP-Debüt gegeben, bis heute nicht! Damals gab es nur für die ersten Sechs WM-Punkte, und Follmer wurde beim Debüt in Kyalami (Südafrika) prompt Sechster. Es folgte der atemberaubende dritte Platz in Spanien, hinter Emerson Fittipaldi (Lotus) und François Cevert (Tyrrell). Nach seinem Formel-1-Abenteuer trat Follmer im NASCAR Winston Cup an, der Top-Kategorie im StockCar-Sport, beim Race of Champions, in der frisch belebten CanAm. Ende der 70er Jahre hängte Follmer den Helm an den Nagel, kehrte aber 1986 zurück, um an den 24 Stunden von Le Mans teilzunehmen – und wurde zusammen mit John Morton und Kenper Miller Dritter.
Werbung
Werbung
Shadow-Chef Don Nichols – ein Leben wie ein Krimi 2017 verlor die Motorsportgemeinde einen Mann voller Geheimnisse und Widersprüche: Don Nichols schloss am 21. August 2017 im Alter von 92 Jahren für immer die Augen. Der Kriegs-Veteran und umstrittene Unternehmer aus dem mittleren Westen der USA gründete eine Kult-Marke der Formel 1 – Shadow.
Don Nichols’ Leben war wie ein Kriminalroman: Vor seiner Laufbahn im Motorsport war Nichols Geheimdienstoffizier in der US Army, diente im zweiten Weltkrieg und im Korea-Krieg. Nachdem er sich in Japan niedergelassen hatte, handelte er dort mit Goodyear- und Firestone-Reifen. Daneben war er in den Bau des Fuji Speedway involviert. Er knüpfte Kontakte, die ihm später sehr nützlich sein würden. 1968 kehrte Nichols in die USA zurück, drei Jahre später gründete er die Firma "Advanced Vehicle Systems" und das Team "Shadow Racing Cars". Sein erstes Auto war ein Can-Am-Rennwagen, mit dem Logo des Mannes im Mantel, auch dank dieses unvergleichlichen Symbols bleibt Nichols vielen Motorsport-Fans in Erinnerung.
Werbung
Werbung
1973 feierte das Team sein Debüt in der Formel 1, mit einem bildschönen, von Tony Southgate konstruierten Boliden, dem Shadow DN1. Jackie Oliver und George Follmer fuhren für Nichols. Der einzige Formel-1-Sieg gelang Shadow 1977 beim GP in Österreich, durch Alan Jones.
Was aber weitaus nachhaltiger in der Geschichte der Königsklasse hängen bleibt, sind zwei Todesfälle. 1974 starb Peter Revson bei Testfahrten im südafrikanischen Kyalami mit einem Shadow DN3, 1977 verlor Tom Pryce sein Leben auf der gleichen Rennstrecke – der Waliser galt als kommender GP-Sieger.
Werbung
Werbung
In der Folgezeit verliessen einige Schlüsselfiguren wie Southgate oder Jackie Oliver das Team und gründeten Arrows. Shadow geriet in den freien Fall, die Sponsorensuche gestaltete sich zunehmend schwierig. 1980 übernahm schließlich Theodore Racing den strauchelnden Rennstall, Nichols zog sich aus dem Motorsport zurück und verschwand von der Bildfläche. Vom Spion zum Formel-1-Teamchef Der US-amerikanische Journalist und Buch-Autor Pete Lyons konnte Nichols davon überzeugen, seine spannende Geschichte zu erzählen. Im Herbst seines Lebens war Nichols endlich dazu bereit, viele Geheimnisse zu lüften – wenn auch nicht alle. In meiner Rennsport-Bibliothek stehen rund 2000 Werke. "Shadow – The magnificent machines of a man of mystery" von Pete Lyons ist rundweg eines der besten Motorsportbücher, das ich je gelesen habe, packend geschrieben und üppig bebildert. Ich kann es in jeder Hinsicht empfehlen (ISBN: 978-1-910505-49-6).
Werbung
Werbung
Schon gesehen?
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Weiterlesen

Themen
  • Formel 1
Aktueller StandVoller Stand
  1. Fahrer
  2. Konstrukteure
2026202520242023
Pos
Fahrer
Team
Punkte
1
George Russell
Mercedes-AMG Petronas Formula One Team
51
2
Kimi Antonelli
Mercedes-AMG Petronas Formula One Team
47
3
Charles Leclerc
Scuderia Ferrari HP
34
4
Lewis Hamilton
Scuderia Ferrari HP
33
5
Oliver Bearman
MoneyGram Haas F1 Team
17
6
Lando Norris
McLaren Formula 1 Team
15
7
Pierre Gasly
BWT Alpine Formula One Team
9
8
Max Verstappen
Oracle Red Bull Racing
8
9
Liam Lawson
Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team
8
10
Arvid Lindblad
Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team
4
Mehr laden
EventsAlle Formel 1 Events
  • Vergangen
    Australian Grand Prix
    Melbourne Grand Prix Circuit, Australien
    06.–08.03.2026
    Zum Event
  • Vergangen
    Chinese Grand Prix
    Shanghai International Circuit, China
    13.–15.03.2026
    Zum Event
  • Demnächst
    Japanese Grand Prix
    Suzuka International Racing Course, Japan
    27.–29.03.2026
    Zum Event
  • Miami Grand Prix
    Miami International Autodrome, USA
    01.–03.05.2026
    Zum Event
  • Canadian Grand Prix
    Circuit Gilles Villeneuve, Kanada
    22.–24.05.2026
    Zum Event
  1. Vergangen
    Australian Grand Prix
    Melbourne Grand Prix Circuit, Australien
    06.–08.03.2026
    Zum Event
  2. Vergangen
    Chinese Grand Prix
    Shanghai International Circuit, China
    13.–15.03.2026
    Zum Event
  3. Demnächst
    Japanese Grand Prix
    Suzuka International Racing Course, Japan
    27.–29.03.2026
    Zum Event
  4. Miami Grand Prix
    Miami International Autodrome, USA
    01.–03.05.2026
    Zum Event
  5. Canadian Grand Prix
    Circuit Gilles Villeneuve, Kanada
    22.–24.05.2026
    Zum Event
Formelsport NewsAlle News
    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz
    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.
    Berichte & Analysen
    Redaktion
    Serien