FIA WEC

Britisches Biest: Der neue Aston Martin Vantage GTE

Von - 22.11.2017 07:06

Nach über 13.000 Kilometern im Testeinsatz präsentiert Aston Martin nun endlich den Vantage GTE. Damit tritt der britische Hersteller ab 2018 werksseitig in der FIA WEC an. Renndebüt ist im Mai in Spa-Francorchamps.

Endlich hat auch Aston Martin in der inzwischen hochtechnisierten GTE-Kategorie nachgelegt. Nachdem die Wurzeln der bislang verwendeten Rennversion des Aston Martin V8 Vantage GT2/GTE bis in die Saison 2008 zurückgehen, ist der nun präsentierte Vantage GTE ein hochaktuelles Renngerät. Damit wird Aston Martin in der kommenden 'Super-Season' 2018/19 der FIA WEC wieder werksseitig antreten. «Der Motorsport ist grundlegend für die DNA von Aston Martin und unser Engagement in der FIA WEC ist stärker denn je. Dies ist eine goldene Ära für den GT-Rennsport und die heutige Markteinführung des neuen Vantage GTE sorgt dafür, dass Aston Martin Racing an der Spitze der größten Langstrecken-Rennserie der Welt bleibt», freut sich David King (Präsident von Aston Martin Racing) auf den ersten Renneinsatz am 5. Mai in Spa-Francorchamps.

Angetrieben wird der Aston Martin Vantage GTE von einem 4L-V8-Turbomotor. Die Basisversion davon stammt von der Daimler-Tochter Mercedes-AMG. Typisch für die GTE-Klasse wurde dieses Aggregat von den Aston-Martin-Ingenieure jedoch zu einem Rennmotor weiterentwickelt. Darüber hinaus besitzt der Aston Martin Vantage GTE weitere offensichtliche Rennsport-Merkmale. So ist beispielsweise der mächtige Heckflügel oben angehängt, wie es unter anderem am Porsche 911 RSR oder bei den DTM-Boliden ebenfalls der Fall ist. Ins Auge fällt auch der mächtige Diffusor am Heck des britischen GTE.

«Das Design und die Entwicklung dieses neuen Autos war ein äußerst zufriedenstellender Prozess. Wir haben eng mit dem Aston Martin Hauptsitz in Gaydon zusammengearbeitet, um die Straßen- und Rennwagen parallel zu entwickeln. Die Liebe zum Detail war bei jedem Schritt dieses Prozesses eine Priorität und wir haben große Verbesserungen in jedem Bereich des Autos vorgenommen», beschreibt Dan Sayers, der Technische Direktor des Projekts. Bestätigt ist auch der Wechsel zurück auf Reifen von Michelin. 2016 und 2017 hatte Aston Martin noch mit Dunlop in der FIA WEC zusammen gearbeitet.

Insgesamt hat der neue Aston Martin Vantage GTE bereits schon über 13.000 Kilometer im Testeinsatz auf dem Buckel. Höhepunkt waren dabei ein 30-Stunden-Test im nordspanischen Navarra sowie ein Dauerlauf in Sebring/Florida. Neben der ultimativen Performance stand bei der Entwicklung auch die Fahrbarkeit bzw. die bessere Kontrolle im Grenzbereich im Lastenheft. Somit soll der Wagen auch für Piloten der GTE-Am-Klasse attraktiv werden. In jener Klasse wird er aber aller Voraussicht nach erst eine Saison später zugelassen sein.

Mit Darren Turner/Jonny Adam sowie Nicki Thiim/Marco Sørensen hat Aston Martin alle vier Stammfahrer aus der FIA WEC auch für die kommende Saison erneut verpflichtet. Neu mit dabei ist der junge Brite Alex Lynn, der vor der Saison 2017 schon kurz vor dem Schritt zum Aston-Martin-Werksfahrer stand, aber dann letztendlich doch nicht berücksichtigt wurde. Er fuhr 2017 unter anderem in der LMP2-Klasse der FIA WEC; beim 12-Stunden-Rennen von Sebring oder in der Formel E.

Mit dem Vantage GTE trifft Aston Martin in der GTE-Kategorie auf Konkurrenten wie den BMW M8 GTE, die Corvette C7.R, den Ferrari 488 GTE, den Ford GT und den Porsche 911 RSR.

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In einem markanten Grünton: Der Aston Martin Vantage GTE © Aston Martin In einem markanten Grünton: Der Aston Martin Vantage GTE Das Heck des Aston Martin Vantage GTE © Aston Martin Das Heck des Aston Martin Vantage GTE Mächtiger Diffusor am Aston Martin Vantage GTE © Aston Martin Mächtiger Diffusor am Aston Martin Vantage GTE Das Lenkrad im Aston Martin Vantage GTE © Aston Martin Das Lenkrad im Aston Martin Vantage GTE
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