FIA WEC

Porsche schickt 2018 vier Werksautos nach Le Mans

Von - 10.12.2017 07:07

Mit einer Verdoppelung der Werksflotte möchte Porsche 2018 den GTE-Titel bei den 24 Stunden von Le Mans einfahren. Timo Bernhard wird zudem im ADAC GT Masters antreten. Und der LMP1-Renner geht noch nicht in Rente.

Im kommenden Jahr startet Porsche einen Großangriff auf die 24 Stunden von Le Mans. Insgesamt vier 911 RSR sollen im Werksauftrag beim großen Klassiker an der französischen Sarthe (16./17. Juni) aufgeboten werden. Das stellt eine Verdoppelung des zuletzt durchführten Programms dar.  Zu den beiden Werkswagen, die sowieso in der FIA WEC (zu welcher die 24h von Le Mans zählen) unterwegs sind, werden auch die beiden Autos aus der amerikanischen IMSA-Serie hinzugefügt. Bei den WEC-Wagen teilen sich die beiden Stammfahrer Gianmaria Bruni/Richard Lietz ein Cockpit mit Frédéric Makowiecki. Außerdem treten Kévin Estre/Michael Christensen zusammen mit Laurens Vanthoor an. In den beiden Zusatz-Werkswagen sitzen Patrick Pilet/Nick Tandy/Earl Bamber sowie Timo Bernhard/Romain Dumas/Sven Müller. Mit Bamber, Bernhard, Dumas und Tandy werden damit sogar vier Le-Mans-Gesamtsieger aufgeboten. Gleichzeitig steht nun auch der Wechsel von Gianmaria Bruni in das FIA-WEC-Aufgebot fest. Obwohl der Italiener 2017 von Ferrari zu Porsche wechselte, durfte er zunächst nur in der IMSA ran.

Auch im nordamerikanischen Championat wird das Porsche-Werksaufgebot ordentlich durchgeschüttelt. So kommen mit Nick Tandy und Earl Bamber zwei ehemalige LMP1-Fahrer zurück. Tandy teilt sich einen 911 RSR mit Patrick Pilet, was eine Rückkehr in eine erfolgreiche Vergangenheit darstellt. Denn beide hatten schon 2015 gemeinsam den IMSA-GT-Titel geholt. Earl Bamber wird mit Laurens Vanthoor zusammen antreten.

Aber auch abseits der GTE-Klasse baut Porsche sein Werksengagement aus. So fahren Dirk Werner/Romain Dumas/Frédéric Makowiecki einen 911 GT3 R im Endurance Cup der Blancpain GT Series, zu dem beispielsweise auch die 24 Stunden von Spa-Francorchamps gehören. Eingesetzt wird dieses Fahrzeug dann von Manthey Racing. Werner/Dumas/Makowiecki absolvieren darüber hinaus auch alle Läufe der Intercontinental GT Challenge in wechselnden regionalen Teams.

Für das ADAC GT Masters hat Porsche ebenfalls aufgestockt.  Mit Timo Bernhard und Kévin Estre werden zwei Werksfahrer ein Piloten-Duo bilden, welches ganz klar auf den Titel angesetzt ist. Beide fahren einen 911 GT3 R vom Team75 Bernhard – also Timo Bernhards Familien-Equipe. «Für mich ist das ADAC GT Masters eine neue Herausforderung. Am wichtigsten ist mir dabei, dass ich als Werksfahrer die Zusammenarbeit mit Porsche fortsetzen kann. Ich freue mich sehr darauf, in meinem eigenen Team zu fahren und sehe meinen Einsatz als einen Schritt, mit dem ich das Team weiter aufbauen und entwickeln kann. Und Kévin als Teamkollegen zu haben, ist top», erklärt der amtierende Sportwagen-Weltmeister.

Und dann ist da natürlich noch der Porsche 919 Hybrid. Das Auto, mit dem zuletzt dreimal die Sportwagen-WM und die 24 Stunden von Le Mans gewonnen wurden, wird erst zum Ende der Saison 2018 in Rente geschickt. Über das Jahr verteilt sollen Auftritte bei diversen Events außerhalb der FIA WEC absolviert werden. Dabei ist das Fahrzeug nicht an die dort vorgeschriebene Reglementierung von nutzbaren Energiemengen gebunden und für potentielle Rekorde bereit. Was den Porsche-Ingenieuren dabei genau vorschwebt, wird Anfang 2018 erläutert.


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Der Porsche 911 RSR ließ es bereits 2017 bei den 24h von Le Mans fliegen © Horst Bernhardt Der Porsche 911 RSR ließ es bereits 2017 bei den 24h von Le Mans fliegen Fährt 2018 im ADAC GT Masters: Weltmeister Timo Bernhard © Horst Bernhardt Fährt 2018 im ADAC GT Masters: Weltmeister Timo Bernhard Wieder in der IMSA am Start: Nick Tandy © Horst Bernhardt Wieder in der IMSA am Start: Nick Tandy Der Porsche 919 Hybrid absolviert 2018 Show-Auftritte © Horst Bernhardt Der Porsche 919 Hybrid absolviert 2018 Show-Auftritte
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