6h Silverstone: Wieder lockerer Doppelsieg für Toyota

Von Oliver Müller
FIA WEC

Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso feiern in Silverstone den dritten Saisonsieg in der FIA WEC. Beide Toyota dominieren das 6-Stunden-Rennen nach Belieben. Ferrari 488 triumphiert in der GTE-Klasse.

Beim dritten Rennwochenende der FIA WEC in Silverstone gab es im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Events an der Spitze des Feldes nicht viel Neues. Erneut feierte Toyota einen Doppelsieg und zum dritten Mal in Folge lagen Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso vor den Teamkollegen Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López. Über die 6-Stunden-Distanz wechselte zwischen beiden TS050 Hybrid immer wieder die Führung. Je nach Streckenbedingungen (bzw. der Verkehrssituation) rund um den 5,901 Kilometer langen Kurs zeigte sich einmal der eine Toyota und einmal der andere einen Tick schneller. Zu Beginn der letzten Rennstunde befanden sich dann jedoch Conway/Kobayashi/López souverän in Front. Doch aufgrund eines Schadens am Unterboden musste Schlussfahrer Kobayashi etwas Pace herausnehmen und den heranstürmenden Markengefährten Buemi passieren lassen.

Nach der chaotischen Startphase hatte sich im Feld der 34 Fahrzeuge zu Rennmitte wieder etwas Ruhe eingestellt. Hinter den beiden in Front enteilten Toyota stellte sich zunächst ein Dreikampf zwischen den beiden Rebellion R13 von André Lotterer/Neel Jani bzw. Mathias Beche/Gustavo Menezes/Thomas Laurent und dem BR/Dallara von Stéphane Sarrazin/Egor Orudzhev (SMP Racing) ein. Und je länger das Rennen dauerte, desto besser lief es für Lotterer/Jani. Letztendlich sahen die beiden Rebellion-Routiniers schon wie gebucht für den verbliebenen Platz auf dem Podium aus. Aber wegen einer Beschädigung am Heck des Rebellion zwang die Rennleitung Jani wenige Minuten vor Rennende nochmals dazu, die Box anzulaufen. Somit erbten die Teamkollegen die dritte Position. Der Schweizer kam noch rechtzeitig vor dem BR/Dallara auf die Bahn und sicherte sich noch Rang vier. Das SMP-Duo kam am Ende auf Platz fünf ins Ziel.

In der GTE-Kategorie ereignete sich zu Rennmitte die entscheidende Situation gegen die so stark aufgelegten Pole-Setter Stefan Mücke und Olivier Pla. Beim Boxenstopp ging die Tür des Ford GT nicht mehr zu. Bis ein Austausch organisiert war, ging eine Runde (und auch der geplante Klassen-Triumph) verloren. Somit machten die Porsche 911 RSR von Michael Christensen/Kévin Estre bzw. Richard Lietz/Gianmaria Bruni, der Ferrari 488 GTE Evo von Alessandro Pier Guidi/James Calado und der zweite Ford GT von Andy Priaulx/Harry Tincknell im weiteren Rennverlauf den Sieg untereinander aus. Bei diesem Fight wäre auch gerne der zu Beginn so auftrumpfende Ferrari von Davide Rigon/Sam Bird dabei gewesen. Doch eine Kollision mit dem SMP-Dallara von Egor Orudzhev sorgte für heftige Beschädigungen an der rechten Seite des italienischen Boliden, was das Duo weit zurück warf.

Während der Boxenstopps im Rahmen einer Full Course Yellow gut anderthalb Stunden vor Rennende übernahmen Pier Guidi/James Calado schließlich die Führung und gaben diese bis zum Ende auch nicht mehr her. Der Porsche von Lietz/Bruni und der Ford komplettierten das Podium.

In der GTE-Am-Wertung triumphierte der Porsche von Dempsey-Proton Racing mit Christian Ried, Matt Campbell und Julien Andlauer. Auch in der LMP2-Klasse gab es einen Doppelsieg. Der Oreca 07 von Ho-Pin Tung, Gabriel Aubry und Stéphane Richelmi gewann vor den Teamkollegen Jazeman Jaafar, Weiron Tan und Nabil Jeffri (alle Jackie Chan DC Racing). Die FIA WEC geht nun auf ihre große Welttournee. Nächste Station ist Japan. Dann findet auf der Strecke in Fuji am 14. Oktober das nächste Saisonrennen statt.

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