FIA WEC

4h Silverstone: Toyota bekommt nochmals Gewicht rein

Von Oliver Müller - 28.08.2019 07:03

Beim Saisonauftakt der Sportwagen-WM (FIA WEC) im britischen Silverstone müssen die beiden Toyota Gewicht zupacken. Zudem hat Ginetta Oliver Jarvis verpflichtet, der lange Jahre für Audi in der LMP1-Klasse am Start war.

Die Regelhüter der FIA WEC versuchen derzeit mit aller Macht, irgendwie Spannung in die dahin darbende LMP1-Klasse zu bekommen. Kurz vor dem Saisonauftakt der Sportwagen-WM am 1. September im britischen Silverstone bekamen die beiden Toyota über die sogenannte Equivalence of Technology (EoT) nun nochmals 14 Kilogramm an Extragewicht verordnet. Damit treten die TS050 Hybrid im 'Home of British Motor Racing' mit satten 932 kg an. Das ist im Vergleich zur LMP1-Konkurrenz inzwischen ein nicht zu unterschätzendes Mehrgewicht.

Der Rebellion R13 muss lediglich 824 kg auf die Waage bringen und ist somit nun 108 kg leichter als der Toyota. Der Ginetta G60-LT-P1 wiegt 833 kg und somit 99 kg weniger als die japanischen Werkswagen. Bereits für den Vorsaison-Test (Prologue), der im Juli  in Barcelona stattfand, musste Toyota 14 kg zusätzlich einladen. Interessant ist auch der Vergleich zum WEC-Rennen in Silverstone von vor einem Jahr. Damals fuhren die beiden Toyota noch mit 878 Kilogramm um die Strecke – also mit 54 kg weniger als beim nun anstehenden Event.

Zusätzlich zur EoT-Einstufung wurde für die anstehende WEC-Saison auch noch ein Handicap-System erarbeitet, welches die einzelnen Fahrzeuge anhand der gesammelten WM-Punkte über diverse Parameter (Gewicht, Leistung, etc.) weiter einbremsen soll. Dies kann jedoch erst ab dem zweiten Rennen greifen, da derzeit ja noch keine Meisterschaftszähler vergeben wurden.

Oliver Jarvis rückt in den Ginetta-LMP1

Eine weitere kurzfristige Änderung betrifft die Besatzung des Ginetta #6. Hier war eigentlich Chris Dyson an der Seite von Michael Simpson und Guy Smith gemeldet. Dyson zog sich beim Trans-Am-Rennen in Road America letzte Woche jedoch eine Verletzung am Handgelenk zu und verzichtet auf den LMP1-Auftritt. «Ich bin natürlich enttäuscht, den Saisonauftakt zu verpassen. Ich freue mich jedoch auf die zweite WEC-Station in Japan», möchte Dyson beim Lauf im Oktober in Fuji wieder mit von der Partie sein.

Oliver Jarvis hat bereits jede Menge Erfahrung im LMP1-Cockpit gesammelt. Zwischen 2012 und 2016 trat er als Werksfahrer für Audi in der Klasse an. Davor saß er 2010 bei den 24 Stunden von Le Mans auch in einem privat eingesetzten R10 des Kolles-Teams. «Obwohl es nie gut ist, unter solchen Umständen einsteigen zu müssen, freue ich mich wirklich darauf, hinter dem Lenkrad eines LMP1-Autos zu sitzen», blickt Jarvis auf sein LMP1-Comback. «Bei meinem Heimrennen dann auch noch ein rein britisches Line-up in einem britischen Auto zu bilden, ist das i-Tüpfelchen. Ich werde alles tun, um Ginetta ein gutes Ergebnis zu liefern.»

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