6h Fuji: Toyota feiert nächsten lockeren Doppelsieg

Von Oliver Müller
FIA WEC

Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley gewinnen den zweiten Saisonlauf der Sportwagen-WM (FIA WEC) im japanischen Fuji. Rebellion komplettiert Podium. Aston Martin triumphiert in der GTE-Klasse.

Auch beim zweiten Saisonrennen der Sportwagen-WM (FIA WEC) gab es einen souveränen und erwarteten Doppelsieg für Toyota. Beim Heimspiel der japanischen Werkswagen triumphierte der TS050 Hybrid von Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley mit einem Vorsprung von 33,955 Sekunden auf die Teamkollegen Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López. Der zweitplatzierte Toyota der Silverstone-Sieger konnte aufgrund des neu eingeführten Erfolgshandicaps nicht den Speed des Schwesterwagens mitgehen. Rang drei ging in einem unaufgeregten Rennen an den Rebellion R13 von Bruno Senna, Gustavo Menezes und Norman Nato.

Schon beim Rennstart konnte sich Sébastien Buemi im von Pole-Position gestarteten Toyota locker an der Spitze festsetzen. Dahinter gab es zunächst tatsächlich einen ansehnlichen Zweikampf zwischen Kobayashi im zweiten Toyota und Bruno Senna im Rebellion. Der Privatwagen hatte bis zur zwanzigsten Minute überraschenderweise Platz zwei inne. Doch als beide auf die zur Überrundung anstehenden GTE-Pro-Fahrzeuge aufliefen, machte Kobayashi kurzen Prozess und stellte die Toyota Doppelführung her.

Diese blieb bis zum Rennende genauso bestehen. Daran änderte auch eine Durchfahrtsstrafe (wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse) für den siegreichen Wagen von Buemi, Nakajima und Hartley nach knapp vier Stunden Renndauer nichts. Der drittplatzierte Rebellion hatte final einen Rückstand von zwei Runden. Die beiden Ginetta erlebten ein recht unglückliches Rennen. Beispielsweise ein Reifenschaden bzw. eine sechs minütige Stop&Go beim G60-LT-P1 von Michael Simpson, Charlie Robertson und Guy Smith oder Bremsprobleme bei Luca Ghiotto, Ben Hanley und Egor Orudzhev kosteten den britischen Konstruktionen viel Zeit. Am Ende liefen sie auf den Plätzen zehn und zwölf ein.

In der GTE-Klasse machte zu Beginn der Ferrari 488 GTE Evo von Alessandro Pier Guidi die Pace. Dann holte sich nach circa 30 Rennminuten Gianmaria Bruni im Porsche 911 RSR kurzzeitig die Spitze. Wenig später fuhr schließlich Marco Sørensen mit dem Aston Martin Vantage AMR nach vorne. Diese Führung gaben Sørensen und sein Wagenpartner Nicki Thiim boxenstoppbereinigt nicht mehr her, sodass die beiden Dänen zum ersten Saisonsieg fuhren.

Zweiter wurde der Porsche 911 RSR der GT-Weltmeister Michael Christensen und Kévin Estre vor dem zweiten Aston Martin von Alexander Lynn und Maxime Martin sowie dem Ferrari von Pier Guidi und dessen Wagenpartner James Calado. Der Ferrari von Davide Rigon und Miguel Molina musste mit Reifenschäden zusätzlich an die Box und wurde fünfter. Der Porsche von Bruni und Richard Lietz hatte eine Durchfahrtsstrafe (wegen nicht Einhalten der Track Limits) auferlegt bekommen und kam in der ultrakompetitiven Klasse folglich nur auf Rang sechs.

In der LMP2-Klasse dominierte der Oreca 07 vom Racing Team Nederland mit Frits van Eerd, Giedo van der Garde und Nyck de Vries. Ex-F1-Pilot van der Garde hatte gleich schon zu Rennbeginn vorne gelegen. Als dann Gentleman van Eerd einstieg, ging zwischenzeitlich etwas Boden verloren. Doch ein ausgezeichnet aufgelegter de Vries eroberte die Spitze zurück und sicherte den Klassensieg. In der GTE-Am-Wertung gewann der Aston Martin Vantage AMR von TF Sport mit Salih Yoluc, Charles Eastwood und Jonathan Adam, welcher der Klasse über den Rennverlauf ebenfalls den Stempel aufdrückte.

Das nächste Rennen der Sportwagen-WM (FIA WEC) findet am 10. November im chinesischen Shanghai statt.

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