Schockiert: Morbidelli (Ducati) fand sich bei den Yamaha-Fahrern wieder!
Statt wie schon in der Vergangenheit auf Podestkurs in Buriram zu steuern, fand sich VR46-Pilot Franco Morbidelli nun am anderen Ende des Felds wieder. Wie der Italiener in Thailand ins Abseits fuhr.
Nicht nur Fans von Franco Morbidelli erinnern sich: «Morbido», Ducati und Thailand, das passt zusammen. Bei seinem ersten Rennen für die VR46-Mannschaft auf Tavullia vor einem Jahr stellte er seine Desmosedici in Reihe und wurde nach Platz 5 im Sprint Vierter im Großen Preis. Der Römer war näher dran am Pecco Bagnaia, der Dritter wurde, als an Teamkollege Fabio Di Giannantonio.
Im Hier und Jetzt wurde Morbidelli dann aber voll auf dem falschen Fuß erwischt Während des gesamten Wochenendes war keine einheitliche Linie im Auftritt der Nummer 21 zu erkennen. Nach Platz 8 im FP1 vor Alex Marquez verpasste Morbidelli am Nachmittag den direkten Einzug ins Q2. Im Q1 wiederum war der VR46-Pilot, um im Q2 dann wieder zu schwächeln. Morbidelli raufte sich selbst die Haare: «Die Annahme unseres Potenzials hier, die war eine ganz andere. Von selbst lief gar nichts. Nach dem Zeittraining und dem verpassten Q2-Einzug war es im Q1 richtig gut, dann aber wieder nicht. Mehr als Platz 9 war einfach nicht drin.»
Morbidelli war nicht der einzige Ducati-Pilot, der seinen Speed nicht mal vom Vorjahr halten konnte Wie Alex Marquez verlor auch Morbidelli im Q2 zwei Zehntel auf die 2025-Zeit. Am Zustand der Strecke lag es nicht. Marco Bezzecchi, Marc Marquez und auch Teamkollege Fabio Di Giannantonio waren in der Gegenwart schneller.
In Wahrheit war der Thailand-GP damit für Franky Morbidelli gelaufen. Zweimal kam der Pilot aus dem Rossi-Kader nach dem Start unter die Räder. Im Sprint ging es bis auf Platz 18 zurück. Morbidelli fuhr zunächst hinter Rookie Razgatlioglu und dessen Teamkollege Jack Miller und in den 13 Runden kam er am Ende als 14. Noch hinter Debütant Diogo Moreira über die Linie.
Mit «Alles-egal-Strategie» noch auf Platz 8
Noch weiter zurück ging es nach dem GP-Start – Platz 19 nach der ersten Runde. Nun profitierte Morbidelli von der längeren Distanz und Ausfällen. Der achte Platz im Ziel war jedenfalls besser als der gesamte Verlauf des GP-Auftakts. Morbidelli: «Heute hatte ich das Gefühl, dass wir zwei Rennen gefahren sind: Am Start hatte ich große Schwierigkeiten und lag bis zur fünften Runde auf Platz 19. Ich habe mich mit den Yamaha-Jungs gematcht. Dann fand ich meinen Rhythmus, auch weil mir alles egal war – ich wusste, die Reifen werden so oder so nicht durchhalten. Damit bin ich einfach drauflosgefahren. Das ich in den letzten 15 Runden enormen Speed hatte und auch überholen konnte, das hat dem Team zum Glück Energie zurückgegeben.»
Eine Erklärung für die schlechten Starts hatte der Römer nicht: «Wenn ich wüsste, wie ich besser ins Rennen starten könnte, dann würde ich es so machen!»
Aus Sicht von VR46 kamen die Piloten der fluggelben Bikes damit noch glimpflich weg. Bemerkenswert: Mit den Positionen 6 und 8 im GP ist VR46 Racing das erfolgreichste Ducati-Team. Die rein italienische Mannschaft rangiert vor Ducati Lenovo und Gresini Racing.
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