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Toyota-Pole durch Alex Wurz

Der Österreicher ist der schnellste Mann bei der WEC in Sao Paulo. GTE-Pole für Darren Turner im Aston Martin.

FIA WEC

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Nach den Rennen in Le Mans und Silverstone war jedem Betrachter klar, dass der Toyota TS030-Hybrid ein schnelles Auto sein würde. Dass Alex Wurz aber schon beim dritten Einsatz des Boliden in der Qualifikation knapp 0.8 Sekunden auf die Audi herausfahren kann, ist mehr als bemerkenswert.

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Zunächst schickten die Ingolstädter ihre Selbstzünder auf den Parcours. Lucas di Grassi im R18 ultra lies hier seinem Mannschaftsgefährten André Lotterer (R18 e-tron quattro) keine Chance. Wer den Speed Lotterer´s kennt, hätte auch dies nicht unbedingt erwartet. Jedoch sprich das Resultat für die Entscheidung Audis, di Grassi bei seinem Heimspiel in den R18 zu befördern.

Als die Audi-Piloten bereits schon in den verdienten Feierabend gegangen waren, fuhr Alex Wurz sieben Minuten vor Fallen der schwarz-weiss karierten Flagge auf die Strecke. Schon in seiner ersten schnellen Runde setzte er sich souverän vor die Diesel und übernahm die Führung. Im zweiten fliegenden Umlauf unterbot Wurz seine eigene Zeit nochmals um über eine halbe Sekunde. Mit einer Zeit von 1:22.363 min wird er somit am Samstag von der besten Startposition in die "6 Stunden von Sao Paulo" gehen. "Wir haben eine grosse Setup Änderung zur Qualifikation hin gemacht.", erklärte der freudestrahlende Toyota-Pilot seine Leistung.

Hinter den Werkswagen wechselten sich die beiden Rebellion-Lola und die beiden HPD ARX-03a mit den weiteren Plätzen ab, wobei Neel Jani im Lola die schnellste Zeit fuhr und somit von Position vier aus ins Rennen gehen kann. Trotz des grossen Vorsprungs des Toyotas auf Platz zwei, blieben alle LMP1 innerhalb von zwei Sekunden. Auch das hätte man im Vorhinein nicht wirklich zu vorhersagen vermocht.

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Interessant ist auch der Vergleich mit dem Jahre 2007, als die damalige "Le Mans Series" schon einmal in Sao Paulo zu Gast war. Seinerzeit schaffte der Peugeot 908 von Lamy/Sarrazin eine Runde von 1:18.787 min. und war damit ca. 3.5 Sekunden schneller als die heutige kleinmotorige Generation der LMP1.

In der LMP2-Klasse konnte angesprochener Stéphane Sarrazin die Pole-Position heraus fahren. In seinem HPD ARX-03b von Starworks Motorsports lag der flotte Franzose vor John Martin im ADR-Delta Oreca 03-Nissan.

Spannend ging es auch in der GTE-Klasse zu. Zunächst legte Darren Turner (Aston Martin Vantage) die schnellste Zeit in den holprigen brasilianischen Asphalt. Die Runde des Briten wurde aber von Marc Lieb im Porsche 911 RSR (Team Felbermayr-Proton) noch düpiert, sodass es nach einer Porsche-Pole roch. Doch Turner setzte noch einen drauf und konterte die Lieb´sche Attacke. So wird der Vantage V8 am Samstag vom ersten Startplatz der Klasse ins Rennen gehen. "Ich werde Morgen einfach nur Vollgas geben und dann schauen wo wir landen.", ist die doch so einfache Strategie Turner´s für den Lauf.

In der GTE-Am-Klasse ging die Pole an Ex-Formel 1-Fahrer Enrique Bernoldi im Ferrari 458 Italia (AF Corse-Waltrip). Gerade für das nur mit Brasilianern besetzte Fahrzeug (Teamkollegen sind Francisco Longo und Alexandre Negrao) ist dies sicher ein kleines persönliches Highlight am Rande.

Start des Rennens wird gegen 17:00 Uhr MESZ sein. Zuschauer an der Strecke und vor den Bildschirmen zuhause werden sich auf einen packenden Fight in allen Klassen einstellen müssen.

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