Silverstone: Audi dominiert mit Doppelsieg

Von Oliver Runschke
FIA WEC
Audi-Doppelsieg in Silverstone

Audi-Doppelsieg in Silverstone

Reifenprobleme plagen Toyota, Sieg für Audi-Trio McNish/Kristensen/Duval im Fotofinish. Aston Martin dominiert in beiden GT-Klassen. Verhaltenes Debüt für Porsche 911 RSR.

Audi hat beim Auftakt der Sportwagenweltmeisterschaft in Silverstone einen dominanten Doppelsieg gefeiert. In einem bis zuletzt spannenden und hart geführten Duell zwischen den beiden Audi R18 e-tron quattro siegten Tom Kristensen/Allan McNish/Loic Duval vor André Lotterer/Benoit Treluyer/Marcel Fässler, die ab Rennhalbzeit ohne das Hybridsystem auskommen mussten, sich aber sich dennoch bis zum Rennauto ein packendes Duell mit dem Schwesterauto lieferten. Erst fünf Minuten vor Rennende zog Allan McNish an Benoit Treluyer vorbei und siegte mit Kristensen und Duval bei seinem Heimrennen. Der im vergangenen Jahr von Audi verpflichtete Duval feierte seinen ersten Sieg für die Ingolstädter.

Toyota lag in Silverstone nur in der ersten Viertelstunde an der Spitze, dann zogen beide Audi an den TS030 vorbei. Beide Toyota hatten grosse Probleme mit dem ersten Reifensatz, Wurz und Davidson verloren im ersten Stint gut eine Minute auf die beiden Audi. Beim ersten Stopp wechselten beide Toyota auf einen andere Michelin-Reifenmischung und verloren pro Stints nur noch rund zehn Sekunden. Erst in den beiden letzten Rennstunden, als mehr Gummi auf der Piste lag, lagen die Japaner auf Augenhöhe mit den deutschen Konkurrenten.

Anthony Davidson/Sébastien Buemi und Stéphane Sarrazin belegten Rang drei, nachdem Alex Wurz/Nico Lapierre bei einem leichten Regenschauer in der ersten Rennhälfte zu nervös bei der Reifenwahl reagierten und auf Intermediates wechselten. Die Strecke trocknete schneller ab als erwartet, Lapierre musste schnell wieder auf Slicks zurückwechseln und handelte sich dadurch zwei unnötige Stopps ein. Am Ende stand so Platz vier.

Platz vier für Heidfeld und Jani

Ein unauffälliges Rennen erlebten die beiden Rebellion-Lola-Toyota, die vom Start bis zum Ziel nahezu durchgehend auf den Rängen fünf und sechs lagen. Nick Heidfeld/Neel Jani/Nico Prost wurden vor ihren Teamkollegen Andrea Belicchi/Mathias Beche/Congfu Cheng Fünfte, der Strakka-Honda schied nach einem Unfall von Nick Leventis aus.

Bei den LMP2 gaben die beiden Oreca-Nissan von G-Drive/ADR-Delta den Ton an. Antonio Pizzonia/James Walter und Tor Graves fuhren zu einem ungefährdeten Sieg vor dem OAK-Morgan-Nissan mit Olivier Pla/David Heinemeier Hansson und Alex Brundle.

Aston Martin dominiert in der GT-Klasse nach belieben

In der GTE-Pro-Klasse fuhren Stefan Mücke, Darren Turner und Bruno Senna zu einem dominanten und niemals gefährdeten Start-Ziel-Sieg im Aston Martin Vantage GTE. In der zweiten Rennhälfte lag der Aston Martin stets kontrolliert gut eine Minute vor dem zweitplazierten AF Corse-Ferrari 458 mit Kamui Kobayashi und Toni Vilander. Fred Makowiecki und Pedro Lamy schafften es trotz Gentlemenfahrer Paul Dalla Lana an Bord des zweiten GTE-Pro Aston Martin noch auf Rang drei.

Aston Martin dominierte auch in der GTE-Am-Klasse, Christoffer Nygaard/Kristian Poulsen und Alan Simonsen übernahmen nach der ersten Rennstunde im Aston Martin Vantage GTE die Klassenführung und siegten mit zwei Runden Vorsprung auf die Larbre-Corvette von Rees/Bornhauser/Canal.

Porsche blieb bei der Rennpremiere des 911 RSR ein Podiumsplatz verwehrt. Der neue RSR lag noch nicht auf Augenhöhe mit den Aston und Ferrari, nach einem problemlosen Rennen wurden Marc Lieb, Richard Lietz und Romain Dumas Vierte. Jörg Bergmeister, Patrick Pilet und Timo Bernhard verloren nach einer kurzen Reparatur der Radaufhängung zwei Runden und belegten Rang sechs in der GTE-Pro-Klasse.

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