FP3 Brasilien: Mercedes-Star Nico Rosberg Schnellster

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Nico Rosberg war im dritten Training der Schnellste

Nico Rosberg war im dritten Training der Schnellste

Im dritten Training zum Brasilien-GP setzte sich Nico Rosberg gegen seinen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton durch. Hinter dem Silberpfeil-Duo reihten sich die Ferrari-Stars Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen ein.

Zum Start des dritten freien Training von Brasilien wurden die GP-Piloten vom angekündigten Regen und deutlich kühleren Temperaturen als noch am Vortag begrüsst: Die Streckentemperatur betrug nur 18 Grad Celsius, die Aussentemperatur lag mit 22 Grad auch nicht viel höher. Trotzdem mussten sich die tapferen Fans auf den Tribünen am Autódromo José Carlos Pace nicht lange gedulden, bis sie den ersten Formel-1-Renner zu Gesicht bekamen.

Denn das Ferrari-Duo Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen rückten gemeinsam mit Lokalmatador Felipe Massa gleich zu Beginn aus – auf Regenreifen, selbstverständlich. Das Trio bekam bald Gesellschaft und nach sieben Minuten hatte zwar noch kein Fahrer eine gezeitete Runde gedreht, doch bis auf acht Piloten hatten alle schon ihre Installationsrunden gedreht.

Auch das Mercedes-Duo Nico Rosberg und Lewis Hamilton rückte aus, allerdings nicht auf der gleichen Reifenmischung. Während der Deutsche sicher ging und auf Regenreifen setzte, liess sich Hamilton die weichen Slick-Reifen aufziehen. Obwohl der aktuelle Weltmeister sichtlich Mühe hatte, seinen Renner auf der Piste zu halten, liess sich auch Rosberg die weichen Reifen geben.

Der Erste, der sich eine Rundenzeit notieren liess, war Hamilton. Der Silberpfeil-Pilot umrundete die Strecke von Interlagos in 1:16,980 min, nachdem er in der vierten Kurve gepatzt hatte. Der Brite hängte noch eine Runde an, konnte sich aber wegen eines erneuten Fahrfehlers in der vierten Kurve nicht verbessern.

Zwangspause für Fernando Alonso

Derweil musste sich Fernando Alonso gedulden, weil ein Problem mit seinem Getriebe aufgetaucht war. Die McLaren-Ingenieure tauschten einige Teile aus und hofften damit, einen Getriebewechsel verhindern zu können. Denn ein solcher würde eine Strafversetzung um fünf Startplätze mit sich ziehen.

Auch das Williams-Duo Valtteri Bottas und Felipe Massa rückte aus und der kleine Brasilianer sicherte sich mit 1:13,848 min die Spitzenposition vor seinem Teamkollegen, der mit 1:13,942 min allerdings nicht viel langsamer unterwegs war. Den brasilianischen Fans war das natürlich egal, sie feierten ihren Star aus Sao Paulo mit frenetischem Jubel.

Kurz zuvor wurde im ersten Sektor die doppelte gelbe Flagge geschwenkt, weil ein Regenschirm auf die Strecke geweht worden war. Nach einer Minute konnten die GP-Stars aber auch da wieder Gas geben.

Während Red Bull Racing-Talent Max Verstappen auf den mittelharten Slick-Reifen die bis dato drittschnellste Runde hinter dem Williams-Duo drehte, sicherte sich Räikkönen mit 1:12,860 min die Spitzenposition. Hinter dem Ferrari-Star reihte sich Ricciardo ein, doch kurz darauf schoben sich Vettel, Nico Hülkenberg und Max Verstappen zwischen dem stillen Finnen und den fröhlichen Australier.

Zur Halbzeit führte Räikkönen die Zeitenliste vor Vettel, Ricciardo, Hülkenberg, Verstappen, Massa, Sergio Pérez, Bottas, Kevin Magnussen und Carlos Sainz an. Hinter den Top-Ten-Piloten hatten sich Esteban Ocon, Pascal Wehrlein, Jolyon Palmer, Rosberg und Hamilton eingereiht. Die beiden Mercedes-Piloten absolvierten bereits ihre Longruns, deshalb hatten sie noch keine vergleichbare Zeiten aufgestellt.

Vettel war zur Halbzeit auch der schnellste Mann auf der Piste, er führte die Top-Speed-Liste mit 327,3 km/h vor seinem Teamkollegen Räikkönen (326,0 km/h) und Ricciardo (324,5 km/h) an. Palmer (323,7 km/h), Sainz (323,2 km/h), Pérez (323,2 km/h), Grosjean (321,6 km/h), Ocon (320.4 km/h), Verstappen (318,6 km/h) und Esteban Gutiérrez (318,5 km/h) reihten sich dahinter ein.

Marcus Ericsson im Pech

Für Sauber-Pilot Marcus Ericsson war die letzte Trainingsstunde nach 38 Minuten schon gelaufen, da ein Problem an seiner Antriebseinheit einen Motorenwechsel nötig machte. Ericssons Teamkollege Felipe Nasr hatte mehr Glück, eine kurze Überprüfung zeigte, dass bei seinem Auto alles in Ordnung war.

Auch Daniil Kvyat bekam Besuch von der Technik-Hexe. Der Russe war plötzlich mit rauchendem Heck unterwegs und musste die Box ansteuern. Das Toro Rosso-Team bekam das Problem aber wieder in den Griff.

17 Minuten vor dem Ende des Trainings setzte sich Ricciardo, der auf weichen Reifen auf Zeitenjagd ging, mit 1:12,287 min an die Spitze. Eine starke Runde drehte auch Magnussen, der sich mit nur einer Sekunde Rückstand auf den Spitzenreiter auf der fünften Position einreihte. Auch Palmer beeindruckte zehn Minuten vor Schluss mit einer starken Runde, die ihm die sechste Position bescherte.

Rosberg setzte sich derweil mit 1:11,740 min an der Spitze ein. An diese Zeit kam auch Hamilton nicht heran. Der Weltmeister blieb 93 Tausendstel langsamer als der Blondschopf. In den letzten Minuten sorgte Romain Grosjean noch mit einem Dreher in der vierten Kurve für Unterhaltung.

Am Ende durfte sich Rosberg über die Bestzeit vor Hamilton, Vettel, Räikkönen, Verstappen, Ricciardo, Bottas, Palmer, Massa und Alonso ein. Hülkenberg, Pérez, Magnussen, Sainz, Grosjean, Gutiérrez, Kvyat, Button, Wehrlein, Nasr und Ocon komplettierten die Zeitenliste.

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