Formel-1-Kontroverse um Motor-Trick von Mercedes: FIA passt die Regeln an
Der Motorsport-Weltrat der FIA hat einige Änderungen an den Formel-1-Regeln einstimmig abgenickt, die Motoren-Hersteller billigen die Anpassungen, die die Kontroverse um den Mercedes-Trick beenden.
Mercedes hatte die Gegner mit dem Motor-Trick bei der Kompression gegen sich aufgebracht, denn die klugen Köpfe der Sternmarke haben einen Weg gefunden, das vorgegebene Verdichtungsverhältnis des Motors von 16:1 zu umgehen, indem sie sich die Wärmeausdehnung im Betrieb zunutze machten. Denn das Verdichtungsverhältnis wird bisher von den FIA-Regelhütern statisch und bei Umgebungstemperatur gemessen.
Im Betrieb kommt Mercedes damit auf 18:1, was einen klaren Vorteil bei der Leistung mit sich bringt. Die Rede ist von einem Vorteil von 15 bis 20 PS, je nach Strecke kann dies auf eine Renndistanz gerechnet 15 bis 20 Sekunden ausmachen. Kein Wunder, setzten sich Ferrari, Honda und Audi bei den Regelhütern für ein Messverfahren ein, das das Verdichtungsverhältnis auch bei Betriebstemperatur beachtet.
In einer Sitzung der F1-Kommission der FIA wurde über eine Gnadenfrist für Mercedes bis zum 1. August gesprochen, ab dann sollten die Motorenhersteller nachweisen können, dass die Kompressionsrate auch bei einer Betriebstemperatur von 130 Grad Celsius eingehalten wird.
Doch in den neuen Regeln, die vom Motorsport-Weltrat abgenickt wurden, ist nun der 1. Juni als Termin genannt. Ab 2027 soll dann nur noch bei Betriebstemperaturen kontrolliert werden, ob die Verdichtungsrate den Regeln entspricht.
Die Motorenhersteller sollen die entsprechenden Änderungen einstimmig gebilligt haben, auch der Weltrat nickte die Änderungen in einer Online-Abstimmung einstimmig ab. Damit bleibt der Mercedes-Vorteil in den ersten sieben WM-Runden bestehen. Die Gegner hatten von einem erheblichen Wettbewerbsvorteil gesprochen, während Mercedes-Teamchef Toto Wolff den Vorteil herunterspielte.
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