Honda-Rennchef Hasegawa: «Zeit ist der Schlüssel»

Von Agnes Carlier
Yusuke Hasegawa

Yusuke Hasegawa

Hasegawa ist seit dem 1. März an der sportlichen Spitze des Autobauers. Im Interview mit SPEEDWEEK.com zieht er Bilanz, spricht über sportliche Höhepunkte und gibt einen Ausblick auf 2017.
Können Sie zusammenfassen, was seit Ihrem ersten Rennen als Rennchef alles passiert ist?

Seitdem ist alles so schnell gegangen. Ich kann nicht glauben, dass es schon ein Jahr ist. Jeder hat sich in dem Jahr sehr verbessert, sowohl bei McLaren als auch bei Honda. Wir können gute Ergebnisse zeigen. Aber zufrieden bin ich mit den finalen Resultaten nicht.

Was waren die wichtigsten Schritte und wurden Ihre und die Erwartungen von Honda erfüllt?

Die Motorenpower war eine unserer Prioritäten und Ziele. Es gab einige wichtige Schlüsselschritte im Laufe der Saison. Einen Großteil unserer Ziele haben wir erreicht. Aber die Ergebnisse sind noch nicht das, was wir uns vorstellen. Alles in allem bin ich aber enttäuscht, denn wir haben zwar die Aufnahmeprüfung bestanden, aber wir haben uns bei den Anforderungen des Wettbewerbs ein wenig verrechnet.

Wie bewerten Sie die Arbeit von Honda im vergangenen Jahr?

Die anderen Teams haben keine Zuverlässigkeitsprobleme, während wir immer noch ein paar Kinderkrankheiten zu beklagen haben. Die Probleme wurden nach Silverstone weniger, aber wir haben noch immer Zwischenfälle wie den Druckverlust beim Training in Abu Dhabi.

Welches Rennen würden Sie am liebsten aus Ihrem Gedächtnis streichen?

Suzuka.

Und was war das beste Rennen?

Das ermutigendste Rennen nach Monaco war der US-GP. Das Rennen in Spa war ein ebenso gutes Ergebnis, als Fernando Alonso sechs Punkte einfahren konnte wie auch in Ungarn oder später in Singapur oder Malaysia.

Stoffel Vandoorne ersetzt 2017 Jenson Button. Ist das positiv im Hinblick auf die Erfahrung des Fahrers?

Stoffel hat gezeigt, dass er kämpfen kann. Bei seinem ersten Einsatz in Bahrain hat er auf Anhieb einen Punkt geholt. Normalerweise ist ein neuer Fahrer ein Risiko. Aber Stoffel ist talentiert und ruhig. Wir haben wegen seiner Performance keine großen Bedenken, er hat sein Talent unter Beweis gestellt. Das größte Problem ist es, wenn ein Fahrer sich selbst etwas beweisen will. Ich möchte, dass Stoffel seinen Job macht und keine Show. Wir müssen es schaffen, dass er sich wohl fühlt. Das wird sehr wichtig sein.

Woran arbeitet Honda speziell für das kommende Jahr?

Wir arbeiten am Motor für das kommende Jahr. Die Saison ist für uns nicht vorbei und wir fokussieren und auf 2017. Unsere Truppe ist stark gewachsen. Es ist immer schwierig zu wissen, ob man genug Leute hat oder nicht. Es gibt Budgetlimits, aber wenn ich den Einsatz mit Ergebnissen belegen oder die Resultate erklären kann, bleibt unser Management flexibel.

Was ist ein gutes Ergebnis für Sie?

Ein Podium ist ein gutes Ergebnis. Und auch ein realistisches Ziel, auch wenn es noch eine Menge Arbeit und einige Unbekannte hinsichtlich 2017 gibt. Wir wissen zum Beispiel nicht, wo sich die anderen Teams in Sachen Performance befinden. Der Schlüssel ist „Zeit“. Wir brauchen Zeit für den Erfolg.

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