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Nico Hülkenberg-Gefährte Jolyon Palmer: Es wird eng

​Renault ist wie Williams ein Einwagen-Team. Für Williams holt Felipe Massa die Kastanien aus dem Feuer, für Renault ist es Nico Hülkenberg. Renault-Pilot Jolyon Palmer gerät zusehends unter Druck.

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Die Ausgangslage bei Williams und Renault ist gleich und doch ein wenig anders. Beide Rennställe sind de facto Einwagen-Teams – nur ein Pilot punktet. Bei Williams ist es der verlässliche Felipe Massa, der in drei von bislang fünf Rennen WM-Punkte einfuhr. Bei Renault ist es Nico Hülkenberg, der ebenfalls drei Mal punktete, seit Bahrain in ununterbrochener Reihenfolge (als Neunter, Achter und zuletzt Sechster in Spanien).

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Dann aber unterscheidet sich die Situation der punktelosen Stallgefährten. Der 18jährige Lance Stroll (drei Ausfälle, Elfter in Russland, Rang 16 in Spanien) sitzt bei Williams fest im Sattel, weil sich Papa Lawrence Stroll das Formel-1-Abenteuer einen zweistelligen Millionenbetrag kosten lässt.

Jolyon Palmer, in der WM vor Stoffel Vandoorne Zweitletzter, kann nur zwei 13. Ränge (China und Bahrain) sowie Platz 15 in Spanien vorweisen. Und nun muss er ausgerechnet in Monte Carlo den Durchbruch schaffen, wo er vor einem Jahr auf nasser Bahn einen Anfängerfehler beging und in die Leitschienen rasselte.

Der Engländer, immerhin GP2-Meister 2014, ist sich bewusst, dass er sich etwas einfallen lassen muss, um sein Cockpit zu behalten: "Wenn dein Stallgefährte im Abschlusstraining unter die besten Zehn fährt und du scheidest im ersten Quali-Segment aus, dann ist das schmerzhaft. Aber in Spanien war der Abstand zu Nico nicht so gross. Ich weiss, wozu der Renault fähig ist, also liegt es an mir, nun Leistung zu bringen."

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Schon 2016 startete Palmer schlecht in die WM, damals hatten die Gelben allerdings kein konkurrenzfähiges Auto. Dem Briten gelang nur eine Punktefahrt (Zehnter im 16. Rennen, in Sepang). Jolyon: "Als ich vor einem Jahr hier in den Leitschienen lag, dachte ich – jetzt muss sich etwas ändern. Und das denke ich auch heute noch. Ich muss es einfach schaffen, ein Wochenende zu haben, an dem alles normal läuft. Und dann bin ich auch auf der Höhe."

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Palmer gibt auch zu bedenken: "Ich hatte in diesem Jahr mehr Probleme mit der Technik als in der vergangenen Saison zu diesem Zeitpunkt. Viele Probleme 2016 hatten mit mir selber zu tun. Viele Probleme 2017 haben damit zu tun, dass ich wegen technischer Gebrechen zu viel Zeit im Training eingebüsst habe."

"Ich bin enttäuscht darüber, wie es läuft. Aber ich kann das Ruder herumwerfen. Ich bin nicht weit von diesem Punkt entfernt."

Die Renault-Führung ist klug genug, sich längst nach einer Alternative umzusehen. Zumal Renault-Konzernchef Carlos Ghosn gefordert hat, mittelfristig zwei Piloten vom Kaliber Hülkenbergs im Auto zu haben. Eigentlich wollte Ghosn 2018 einen Star im Wagen sehen. Aber abgesehen von Fernando Alonso ist keiner zu haben.

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Es wird eng für Jolyon Palmer. Nicht nur wegen des Leitschienenkanals von Monte Carlo.

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