Sebastian Vettel: Was er zu Ferrari-Vertrag 2018 sagt

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel im Training zum Aserbaidschan-GP

Sebastian Vettel im Training zum Aserbaidschan-GP

​WM-Leader Sebastian Vettel versucht, die Aufregung in Italien über eine Vertragsverlängerung zu beruhigen. «Ich fühle mich wohl bei Ferrari, aber ich spüre für eine neue Unterschrift keine Eile.»

In Italien kursiert, ein neuer Vertrag mit Sebastian Vettel sei in trockenen Tüchern. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es so kommen wird, aber vollzogen ist es nicht. Der vierfache Formel-1-Champion stellt gegenüber meinem Kollegen Luigi Perna von der Gazzetta dello Sport fest: «Es gibt nichts, worüber ich mich beklagen müsste. Es ist in Deutschland ja ein wenig Nationalsport, über etwas zu jammern. Auch wenn sie nach Italien in die Ferien fahren, das Wetter und das Essen phantastisch, sie haben immer was zu kritisieren. In diesem Sinne bin ich nicht typisch deutsch. Ich bin bei Ferrari glücklich. Ich glaube nicht, dass es viele Überraschungen geben wird. Ich mache mir über meine Zukunft keine Sorgen, abr ich spüre auch keine Eile.»

Ferrari-Präsident Sergio Marchionne hat klar gemacht: «Sebastian Vettel kann so lange bei uns bleiben, wie er will.» Vettel sagt dazu: «Es war schön, das zu hören. In den vergangenen Jahren war oft davon die Rede, wen er alles kritisiert und dass er damit die Leute zu sehr unter Druck gesetzt habe. Aber die wenigsten Menschen wissen, was wirklich innerhalb des Rennstalls passiert. Marchionne ist ein sehr ehrgeiziger Mann, er will gewinnen. Aber er hat uns allen immer geholfen, er hat alle Mittel zur Verfügung gestellt, um Erfolg zu haben. Ich kenne zwei Seiten von ihm – auf der einen Seite ist er Formel-1-Fans, voller Leidenchaft, auf der anderen Seite ist er ein sehr intelligenter und fähiger Spitzenmanager. Es wäre dumm, ihm nicht sehr gut zuzuhören. Aber nochmals: Dr Vertrag hat derzeit für mich keine Priorität. Wir konzentrieren uns darauf, Rennen zu gewinnen.»

Anders als vor ihm Michael Schumacher hat Sebastian Vettel früh die gewaltige Historie von Ferrari kennen und schätzen gelernt. Aber der Heppenheimer gibt zu: «So viel habe ich früher nicht über Enzo Ferrari gelesen. Heute aber bin ich von allem angezogen, was über ihn veröffentlicht wird. Was mich so fasziniert – er war ein Mann mit einer Vision. Seine Marke mit dem springenden Pferd ist heute weltbekannt, wer hätte sich das in den Anfangstagen der Firma vorstellen können? Ist es nicht atemraubend sich in Erinnerung zu rufen, dass all dies im Kopf eines einzelnen Mannes entstanden ist? Seine Ideen und Prinzipien haben noch immer Gültigkeit für all die Menschen, die für Ferrari tätig sind.»

«Ich weiss noch, wie ich im Haus von Enzo Ferrari übernachtet habe, vor meinem ersten Testtag für Ferrari in Fiorano. Das war für mich etwas ganz Besonderes. Ich war in gewisser Weise sein Gast und eben doch nicht, weil er halt nicht mehr unter uns ist. Dieses Haus auf dem Testgelände von Fiorano hat eine grosse symbolische Bedeutung, das ist einzigartig, ein wenig wie Disneyland für ein Kind.»

Damals hat Vettel begonnen, einen Helm mit weisser Grundfarbe zu tragen. «Ich hatte jahrelang einen Helm in den Farben von Red Bull, dazu spielte ich sehr oft mit dem Design. Als ich zum ersten Test in Fiorano antrat, trug ich einen weissen Helm, das gefiel mir, weil es mich an die frühen Karttage erinnerte. Dann kam mir die Idee, die deutschen Farben einzuarbeiten. Ich habe immer die klassisch-einfachen Helm-Designs geliebt, so wie bei Damon Hill oder David Coulthard oder beim frühen Schumacher-Helm. Also bin ich bei einem einfachen Design geblieben.»

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