Aprilia und Trackhouse: Drei GP-Piloten aus Madrid für 2027 im Gespräch
Als sicher gilt, dass der 2024er-MotoGP-Champion Jorge Martin Aprilia nach zwei Jahren wieder verlassen wird. Im Satellitenteam von Trackhouse steht ein Teil des Ersatzplans auf Abruf: Raul Fernandez.
Das Aprilia-MotoGP-Werksteam machte zuletzt Nägel mit Köpfen. Statt sich weiter einzulassen auf die mehr als nur losen Gerüchte über den Abgang von Werksfahrer Jorge Martin zum Ende der Saison 2026, bat Rennchef Rivola Marco Bezzecchi zum Traualtar mit seiner geliebten RS-GP. Bis mindestens Ende 2028 werden die beiden ein Paar sein.
Die Zentrale in Noale kann damit schon mal aufatmen. Denn mit Bezzecchi sind alle Voraussetzungen für einen ernsthaften Titelangriff gegeben. Nach dem Dilemma mit Jorge Martin, der bis zum heutigen Tag als sportlicher Vollausfall vor allem die Abteilung Krisenkommunikation beschäftigte, dürfte sich die Kampfbereitschaft auf Seiten Aprilia in Grenzen halten, wenn es darum geht, den 2024er-Weltmeister für ein weiteres Jahr zu umwerben.
Abzulesen war das zuletzt auch am Gesichtsausdruck von Massimo Rivola.
«Etwas besonders Positives ist die Zusammenarbeit mit der Mannschaft von Trackhouse. Beim Sepang-Test hat sich bestätigt, dass unsere Entwicklung viel mehr in eine Richtung führt – die Fahrer folgen nun der gleichen Basis und sowohl Raul als auch Ai – und damit Aprilia profitieren davon», so Rivola.
Zu erklären ist die Steigerung im Aprilia-Lager auch durch die größeren Anstrengungen in Noale. Während 2025 erst im Laufe des Jahres alle vier Aprilia-Fahrer Zugriff zu allen aktuellen Spezifikationen haben, herrscht nun bereits beim Sepang-Test technischer Gleichstand.
Ein besonderes Auge dürfte man im Werksteam auf Raul Fernandez geworfen haben. Im letzten Drittel der letzten Saison gelang es Fernandez – der übrigens wie Jorge Martin aus Madrid stammt –, sein volles Potenzial zu entfalten. Mit zwei Doppelpodien im Endspurt 2025 für Aprilia wurde eine mögliche Konstellation für 2027 konstruiert. Ein Nachrücken von Raul Fernandez, der als Siebter in Sepang erneut sein Ankommen auf der Aprilia bestätigte, ins Werksteam wäre eine Option, um zwei Siegfahrer auf der offiziellen RS-GP zu sehen.
Und auch formidabler Ersatz im US-Team wäre in Sicht. Nicht umsonst lud Trackhouse-Teamchef Davide Brivio Mitte 2025 den damaligen Moto2-Tabellenführer Manuel Gonzalez zur Schnupperfahrt. Der Spanier – ebenfalls aus Madrid – klinkte sich in Aragon in das Testgeschehen ein und überzeugte mit einem fehlerfreien Auftritt.
Davide Brivio ist lange genug im Geschäft, um rechtzeitig seine Fühler auszustrecken. Und dass
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach