Ungarn-Test: Renault öffnet Tür für Robert Kubica

Von Rob La Salle
Formel 1
Robert Kubica

Robert Kubica

​​Langsam zeigt sich, wer am 1./2. August auf dem Hungaroring F1-Tests fahren wird. Die interessanteste Lücke finden wir bei Renault – bekommt Robert Kubica die Chance, im 2017er Auto zu testen?

2017 haben wir innerhalb der Saison lediglich zwei offizielle Testfahrten aller Rennställe – einen nach dem Bahrain-GP, einen nach dem Ungarn-GP. Dazu kommen noch die Tests von Pirelli mit verschiedenen Rennställe auf verschiedenen Strecken. Am 1./2. August in Ungarn lassen die zehn Teams zahlreiche Nachwuchsfahrer ans Lenkrad. Dies gemäss der Abmachung, wonach die Hälfte der Testzeit für junge Piloten verwendet werden muss. Als Nachwuchsfahrer gelten dabei Piloten, die maximal zwei Grands Prix bestritten haben.

Weil Weltmeister Mercedes in Bahrain die Stammfahrer Lewis Hamilton und Valtteri Bottas ans Lenkrad gelassen hatte, muss Ungarn für den Nachwuchs investiert werden, genauer: zwei Tage für den Engländer George Russell (GP3-Tabellenführer). Red Bull Racing wird mit Max Verstappen und Pierr Gasly antreten, Ferrari mit Kimi Räikkönen und Formel-2-Dauersieger Charles Leclerc.
Force India setzt ganz auf den Nachwuchs: mit dem Russen Nikita Mazepin sowie dem Österreicher Lucas Auer. Toro Rosso lässt Sean Gelael ran, den zweiten Tag teilen sich Carlos Sainz und Daniil Kvyat. Zwei Mal im Haas sitzt der US-Amerikaner Santino Ferrucci, bei Sauber fahren Gustav Malja aus Schweden sowie Nobuhara Matsushita aus Japan.

Wir finden in der Aufstellung drei Lücken: Bei Williams fährt einen Tag Felipe Massa, Testpilot Gary Paffett ist noch unbestätigt. Bei McLaren wird wohl Stoffel Vandoorne ins Cockpit schlüpfen, ob Lando Norris den anderen Tag erhält, hat McLaren nicht bekanntgegeben.

Die interessanteste Lücke finden wir bei Renault neben dem Kanadier Nicholas Latifi. In Frankreich mehren sich Gerüchte, wonach am zweiten Tag Robert Kubica im Auto sitzen wird. Es wäre der erste Test für den 32jährigen Polen in einem 2017er Auto.

Bei Testfahrten in Valencia und Le Castellet hat der WM-Vierte von 2008 sehr gut abgeschnitten. Der bei einem Rallye-Unfall 2011 schwer verlettze Pole erhielt zuletzt von Renault-Sport-Geschäftsleiter Cyril Abiteboul viel Lob: «Ich sehe keine offensichtliche Hürde, was die Rückkehr von Robert angeht. Ich gebe aber auch zu bedenken, dass ein solcher Test und das normale GP-Wochenende ein verschiedenes Umfeld sind. Unsere Situation ist hochkompliziert. Wir machen das alles nicht aus PR-Gründen, obschon wir natürlich erkennen, welch enormes Medieninteresse entstanden ist. Doch das steht nicht im Mittelpunkt, dafür ist uns Robert zu wichtig.»

«Was ich bestätigen kann: Dass er noch immer schnell ist, dass er überaus konstant fährt und dass er – vielleicht noch wichtiger – diese Energie, diesen inneren Antrieb zeigt, diesen Enthusiasmus, der ihn immer ausgezeichnet hat.»

Ein Test von Kubica wäre der nächste logische Schritt auf seiner Rückkehr zu einem GP-Comeback. Das heutige Testreglement ist beschränkt, nicht nur an Anzahl Testtagen. Kubica hat von Ungarn 2006 bis Abu Dhabi 2010 insgesamt 76 Formel-1-WM-Läufe bestritten. Damit entspricht er nicht der oben erwähnten Nachwuchsregel.

Also müsste Renault für Kubica einen Tag der Stammfahrer opfern. In Bahrain war Nico Hülkenberg auf der Bahn, daher wäre in Ungarn eigentlich Jolyon Palmer an der Reihe.

Wann Renault über das Testaufgebot für Ungarn informiert, ist ungewiss.

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