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Stefan Johnsson: Einführung des Halo – Panik-Reaktion
​Der frühere Ferrari- und McLaren-Pilot Stefan Johansson (60) ist nicht einverstanden mit der FIA-Entscheidung, für 2018 den Kopfschutz Halo (Heiligenschein) einzuführen. «Eine reine Panik-Reaktion.»
Formel 1
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Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Selten hat ein Thema in der Formel 1 so heftige Wortmeldungen provoziert wie die Einführung des Kopfschutzes Halo (Heiligenschein). FIA-Präsident Jean Todt hat sich über den Willen der Rennställe hinweggesetzt (neun von zehn stimmten gegen den Halo, nur Ferrari war dafür). Der Franzose ignoriert auch die Meinung der Fans: In fast allen Umfragen hat sich die Abneigung gegen den Halo bei 75 bis 80 Prozent eingependelt.
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Auch viele Rennfahrer finden: Ein Formel-1-Renner sollte ein freies Cockpit haben. Der frühere McLaren- und Ferrari-Pilot Stefan Johansson kann das gut verstehen. Der 60jährige Schwede sagt zur Einführung des Halo in seinem Rennblog: "Nun haben wir den Halo also. Das war unvermeidlich. Aber letztlich ist der Halo nur eine Panik-Reaktion auf etwas, das in Suzuka 2014 hätte vermieden werden können. Wenn damals in Japan so etwas wie gesunder Menschenverstand geherrscht hätte, dann wäre Jules Bianchi nie so schwer am Kopf verletzt worden, dass er im Juli 2015 verstarb. Das war ein ganz und gar aussergewöhnlicher Unfall, der in dieser Konstellation vielleicht nie wieder passieren wird, ob mit Halo oder ohne." "Wenn wir uns tödliche Unfälle seit Anfang der 80er Jahre anschauen, dass merken wir schnell – es müssen schon verschiedene Faktoren zusammenkommen, um ein fatales Ende erleben zu müssen. Wenn wir das festhalten, dann wissen wir auch: Vor einem solchen Unfall bist du nie sicher. Keiner weiss, was beim nächsten Mal passiert." "Aber auf Anhieb fallen mir zehn Sportarten ein, die jedes Jahr mehr Todesopfer fordern als der Motorsport. Die Vorstellung, dass Rennfahrer diese todesverachtenden Draufgänger sind, die jedes Mal ihr Leben riskieren, wenn sie ins Auto steigen, das ist doch heute nur noch Mythos. Es braucht null Mut, mit einem solchen Auto zu fahren, und ich stehe mit meiner Meinung gewiss nicht alleine da. Die Fans sind nicht dumm."
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"Was die Rennbesucher erleben wollen, das sind Helden am Lenkrad. Sie wollen einen Piloten sehen, der sein Auto auf einer Rasierklinge balanciert. Rennfahren soll so aussehen, dass ein Fan sagt: Also das könnte ich nicht!"
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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"Aber die einzige bekannte Rennwagenserie, wo das Element der Gefahr wirklich noch gross ist, das ist der IndyCar-Sport. Wenn du dir anschaust, wie diese Piloten im Pulk fahren, bei diesen horrenden Geschwindigkeiten, dann wirst du von Ehrfurcht erfüllt."
"Die ganze Sicherheitsdiskussion bleibt ein heikles Thema. Aber ich bin sicher: Jeder echte Racer würde auch dann einsteigen, wenn die Rennstrecken weniger Fehler verzeihen würden, wenn die Autos noch schwieriger zu fahren und noch schneller wären." "Als der Sport viel gefährlicher war, als es in den 60er und 70er Jahren Rennsaisons gab, in welchen in der Formel 1 zwei bis drei Spitzenpiloten starben, da beklagten sich viele Piloten über den Mangel an Sicherheit – aber selbst die fuhren weiter! Heute sind wir in einer anderen Situation. Es wird für die Piloten entschieden, was sicher ist. Das spiegelt unsere ganze Gesellschaft wider."
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