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Red Bull-KTM-Tech3-Teammanager Goyon: Sauer und wütend nach dem Auftakt!

Während in der einen KTM-Box die MotoGP-Tabellenführung gefeiert wurde, suchte man in der Tech3-Garage nach Antworten. Teammanager Nicolas Goyon verschaffte sich nach dem schwachen Saisonstart Luft.

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Aus KTM-Sicht war der MotoGP-Saisonstart ein Riesenerfolg. Nach den beiden Auftaktrennen heißt der WM-Führende Pedro Acosta und dank dem starken Brad Binder – Platz 6 im Sprint, Position 7 im GP – ist Red Bull KTM Factory Racing erstmals überhaupt auch auf Platz 1 der Teamwertung. Nur in der Hersteller-WM liegen die Österreicher nicht an der Spitze. Aprilia sammelte im Verbund noch mehr Punkte.

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Dass der Thailand-GP für KTM nicht noch großartiger verlief, das lag vor allem am sportlichen Ausfall der Tech3-Mannschaft. Ausgerechnet beim Debüt unter neuer Inhaberschaft und in Anwesenheit von Günther Steiner konnten Enea Bastianini und Maverick Vinales nicht einmal im Ansatz mit Acosta und Binder mithalten.

KTM: vorne mit Acosta, hinten mit Vinales

Die Fakten: Während das Factory-Racing-Duo am Samstag mit Platz 1 und 6 glänzte, liefen «La Bestia» und «Top Gun» auf 17 und 19 ein. Unglaublich, aber wahr: Maverick Vinales verlor über die 13-Runden-Distanz 21 Sekunden auf den Sieger – auf der gleichen Maschine.

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Nur wenig besser verlief der GP aus Tech3-Sicht. Vinales fuhr bis Runde 20 auf dem vorletzten Platz und schnappte sich erst im Finale Rookie Razgatlioglu für Rang 16. Enea Bastianini bewies einmal seine Qualitäten im Überholen, doch von Rang 20 losgefahren war für den Italiener auf Platz 12 das Ende erreicht. Die beiden Tech3-Piloten hatten auf Acosta beim Vergleich der schnellsten Rennrunden acht Zehntel verloren. Die Konsequenz: Nie war die Kluft zwischen den beiden Teams größer. Platz 1 für die Einheit unter Aki Ajo – Rang 9 für die Struktur unter Nicolas Goyon.

Noch Tage nach dem Grand Prix steckt dem Franzosen der Auftakt in den Knochen. Nicolas Goyon im Gespräch mit SPEEDWEEK.com: «Direkt nach dem Rennen am Sonntag war ich schlicht sauer und verärgert. Anders kann man es nicht beschreiben, wenn man keine Erklärung hat, was hier soeben passiert ist. Es war auch mir nicht möglich, Günther Steiner zu erklären, warum das gleiche Motorrad einmal vorne und einmal hinten fährt.»

Der Fahrer macht den Unterschied

Goyon ergänzt: »Was man festhalten kann, ist, dass in der MotoGP bekanntlich der Pilot der entscheidende Faktor ist. Ich schätze, 70 Prozent liegen in der Hand des Fahrers, 30 liegen beim Motorrad. In der Formel 1 dürfte es da andersherum sein. In der MotoGP kann ein überragender Fahrer auf einem nicht siegfähigen Bike unter gewissen Umständen ein Spitzenergebnis erreichen – in der Formel 1 nicht.»

Der Teammanager ist sich der Lage bewusst: «Wir haben von KTM die identische Basis – KTM hat alle Karten ausgespielt und geliefert. Aber unsere Piloten konnten es in Thailand nicht umsetzen. Maverick hatte einen sehr guten Test in Sepang – er hatte überhaupt eine sehr starke Vorbereitung im Winter beim Training, aber mit der Ankunft in Thailand kamen erste Probleme, die sich dann am Rennwochenende verstärkt haben. Wir haben alles dafür getan, ihm das zu geben, was er sich wünscht, doch das Urvertrauen in sein Bike wollte einfach nicht kommen. Wir können nur hoffen, dass es eine Einmalsituation war, denn in dieser Phase der Saison kann man sich nicht mehr als eine Nullnummer erlauben.»

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Schlechtes Timing für Nullnummer

Das gilt auch mit Blick auf den Transfermarkt. Der befindet sich in einer heißen Phase. Während der nächsten Überseerennen werden alle großen Entscheidungen getroffen. Und gelingt es Maverick Vinales nicht, in den WM-Punkten aufzutauchen, dann wird es selbst für den 10-fachen MotoGP-Sieger schwer, ein gutes Engagement für 2027 zu finden.

Nicht viel besser ist die Lage auf der Seite der Startnummer 23. Nicolas Goyon zum Auftritt von Enea Bastianini: «Enea hat das Fahren nicht verlernt. Von Platz 20 auf 12 zu fahren, ist für sich gesehen eine super Leistung. Doch damit war es nun exakt so wie vor einem Jahre, nur dass er 2025 noch in die Top 10 fahren konnte. Auch die Probleme waren mit dem FP1 die gleichen wie vor einem Jahr. Es ist sehr schwer, einen Lerneffekt zu sehen. Positiv bleiben wir aber auch hier – denn in Sepang hat uns Enea mit seiner Einstellung und auch auf der Strecke überzeugt. Wir werden gemeinsam alles tun, um es in Brasilien besser zu machen.»

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Pos

Fahrer

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Team

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

Punkte

01

Marco Bezzecchi

Marco Bezzecchi

Aprilia Racing

72

26

39:36,270

1:30,487

25

02

Pedro Acosta

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

37

26

+5,543

1:30,657

32

03

Raúl Fernández

Raúl Fernández

Trackhouse MotoGP Team

25

26

+9,259

1:30,627

23

04

Jorge Martin

Jorge Martin

Aprilia Racing

89

26

+12,182

1:30,713

18

05

Ai Ogura

Ai Ogura

Trackhouse MotoGP Team

79

26

+12,411

1:31,129

17

06

Fabio Di Giannantonio

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

49

26

+16,845

1:31,016

12

07

Brad Binder

Brad Binder

Red Bull KTM Factory Racing

33

26

+17,363

1:31,088

13

08

Franco Morbidelli

Franco Morbidelli

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

21

26

+18,227

1:31,145

8

09

Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

63

26

+18,340

1:31,050

8

10

Luca Marini

Luca Marini

Honda HRC Castrol

10

26

+19,101

1:31,190

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