Belgien: Furcht vor Terror, Fernando Alonso in Trauer

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Die Anschläge von Barcelona und Cambrils haben 15 Menschen das Leben gekostet. McLaren-Star Fernando Alonso zeigt als Zeichen der Trauer eine Träne auf dem Helm. Belgien beugt gegen den Terror vor.

Wer den Helm von Fernando Alonso in Spa-Francorchamps genau betrachtet, erkennt einen Unterschied zum üblichen Design: Neben dem gewohnten Blau für Asturien und das Meer und neben den spanischen Nationalfarben ist im Hinterkopfbereich ein Schriftzug zu finden – BARCELONA. Unter dem O ist eine schwarze Träne zu finden, dazu ist das O mit einem Trauerflor versehen.

Auf diese Weise gedenkt der 35jährige McLaren-Honda-Star Alonso den Anschlagsopfern von Barcelona und Cambrils, die 15 Menschen das Leben gekostet haben, mehr als hundert Personen wurden teilweise lebensgefährlich verletzt, viele von ihnen befinden sich noch immer im Krankenhaus.

Schon kurz nach dem Anschlag hatte Alonso via Twitter den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl ausgesprochen.

In Belgien ist die Furcht vor weiteren Anschlägen Alltag. An der Rennstrecke sind Kampfpanzer aufgefahren, Angehörige der belgischen Armee mit Maschinengewehren und im Tarnanzug sollen Sicherheit vermitteln. An zahlreichen Orten sind Betonelemente an Stellen platziert worden, wo ein Irrer mit einem Lastwagen in Menschenmengen hineinfahren könnte.

Sensibilisiert durch Anschläge in Brüssel, London und Barcelona, um nur drei Städte zu nennen, bleibt die Terrorwarnstufe in Belgien unverändert hoch. Die Veranstalter erwähnen den gewaltigen Aufwand der Sicherheitskräfte im Hintergrund nicht, sondern geben auf Anfrage lediglich die Auskunft, man wolle allen Rennbesuchern einen sicheren Veranstaltungsbesuch verschaffen. Auch über die Anzahl Sicherheitskräfte im Einsatz wird geschwiegen. Aus inoffiziellen Quellen hören wir: Wir liegen hier im niedrigen vierstelligen Bereich.

Im Gegensatz zu früher fallen zahlreiche Kontrollen von Taschen und Koffern auf. Wenn die Fans gegangen sind, marschieren Dutzende von Spezialisten auf, um Tribünen auf verdächtige Taschen zu prüfen. Spürhunde sind im Einsatz. Wie im vergangenen Jahr ist es untersagt, Glasbehälter zur Strecke zu bringen.

Der Kampf gegen den Terror funktioniert auch durch Abschreckung: Die Polizei zeigt in den ganzen Fan-Bereichen Präsenz. Es fällt auch auf, dass nicht nur belgische Beamte unterwegs sind, sondern auch Kollegen aus Frankreich, den Niederlanden aus Luxemburg sowie aus Deutschland.

Aber letztlich muss jedem klar sein: Die totale Sicherheit ist in unserer modernen Welt eine Illusion.

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