Alonso, Ricciardo, Verstappen: Irsinn, 80 Strafplätze

Von Mathias Brunner
Daniel Ricciardo, Max Verstappen und Fernando Alonso erhalten alle eine Strafe

Daniel Ricciardo, Max Verstappen und Fernando Alonso erhalten alle eine Strafe

​Der Strafversetzungs-Irrsinn in der Formel 1 geht munter weiter: Die FIA bestätigt, dass die Stars Daniel Ricciardo, Fernando Alonso und Max Verstappen Strafen erhalten, und auch Carlos Sainz ist betroffen.

Wie lange müssen sich die Formel-1-Fans noch mit diesem Irrsinn herumärgern? Die Regelhüter des Autoverbands FIA bestätigen am Freitagmorgen, dass vier Fahrer Strafen von gesamthaft 80 Plätzen zurück erhalten!

Einen neuen Verbrennungsmotor erhalten Daniel Ricciardo und Max Verstappen. Es ist der fünfte V6-Motor für den Australier und den Niederländer, das ergibt eine Strafe. Bei Fernando Alonso ist es gar der siebte Honda-Motor. Nur der Wechsel bei Marcus Ericsson hat keine Konsequenzen – es handelt sich um das vierte Ferrari-Aggregat, vier sind pro Fahrer und Jahr erlaubt.

Wir haben den fünften Turbolader für Ricciardo (Strafe), den vierten für Verstappen (straffrei), den neunten für Alonso (Strafe).

Dazu gibt es die sechste MGU-H (Generator für Energie am Turbolader) für Ricciardo (Strafe), die fünfte für Verstappen (Strafe), die neunte für Alonso (Strafe), die fünfte für Carlos Sainz (ebenfalls Strafe), ferner die siebte MGU-K für Alonso (Strafe), die fünfte Steuereinheit (Strafe) sowie die sechste Batterie für Alonso (Strafe).

Das ergibt in der Summe:

10 Ränge zurück für Carlos Sainz (Toro Rosso).

20 Ränge zurück für Daniel Ricciardo (Red Bull Racing).

15 Ränge zurück für Max Verstappen (Red Bull Racing).

35 Ränge zurück für Fernando Alonso (McLaren-Honda).

Der Wechsel bei Red Bull Racing und McLaren-Honda hat strategische Gründe: In Monza sind die Renault- und Honda-befeuerten Renner punkto Motorleistung unterlegen. Gleichzeitig ist Monza eine Bahn, auf welcher überholt werden kann.

Strafen beim auf Monza folgenden Singapur-GP wiegen ungleich schwerer. Überholen ist auf dem Strassenkurs des asiatischen Stadtstaates kaum möglich. Zudem rechnen sich Red Bull Racing und McLaren-Honda dank ihrer guten Chassis in Singapur fette Chancen aus. Daniel Ricciardo: «Singapur ist für uns im zweiten Saisonteil die vielleicht beste Chance auf einen Sieg. Dort willst du weder mit einem alten Motor fahren, noch von hinten losfahren müssen. Da musst du schon etwas voraus denken.»

Wie die Monza-Startaufstellung aussehen wird, ist kaum zu sagen – noch wissen wir nicht, welche weiteren Strafversetzungen auf uns zukommen.

Der Engländer Ross Brawn, bei «Formula One Management» (FOM) für die technische Entwicklung des Sports zuständig, sieht die jüngsten Strafversetzungen ungern. Er spürt den Unmut der Fans, wenn Stars wie Fernando Alonso, Max Verstappen oder Daniel Ricciardo wegen zusätzlicher Motorteile am Schluss des Feldes losfahren müssen. Ross Brawn bestätigt bei den Kollegen von Autosport: «Ich hasse es, wie sich technische Probleme auf den Rennsport auswirken. Klar lässt sich argumentieren: Wenn in einem Grand Prix etwas kaputtgeht, dann gehört das ja auch zum Sport. Aber einen solchen Ausfall, den verstehen die Fans. Was für die Formel-1-Freude ein wenig schwerer verdaulich ist: Ihr Held braucht einen neuen Motor, und als Strafe steht er in der letzten Startreihe. Da müssen wir einfach eine andere Lösung finden. Entweder eine andere Form der Betrafung, oder wir werfen die Strafe ganz über Bord.»

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