Toto Wolff: «Eine der schmerzlichsten Erfahrungen»

Von Otto Zuber
Formel 1
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff erwartet in Singapur kein leichtes Spiel. Er weiss: «Oberflächlich betrachtet gehört Singapur zu jener Art Strecken, die sowohl Ferrari als auch Red Bull Racing entgegenkommen.»

In Singapur musste das Mercedes-Team vor zwei Jahren eine bittere Pille schlucken. Die Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg kamen im Qualifying von 2015 nicht über die Plätze 5 und 6 hinaus, im Rennen musste sich Rosberg mit dem vierten Rang begnügen, während Hamilton die Zielflagge gar nicht erst sah. Es war das erste Mal seit dem Belgien-GP 2014, dass der dreifache Champion keine Punkte holte.

«2015 machten wir in Singapur eine der schmerzlichsten Erfahrungen der vergangenen Saisons», erinnert sich Toto Wolff, der aber auch gleich auf den Erfolg im darauffolgenden Jahr verweist: «Also krempelten wir die Ärmel hoch, zogen unsere Lehren daraus und schlugen im vergangenen Jahr mit einem grossartigen Sieg zurück.»

Wir erinnern uns: Der spätere Weltmeister Rosberg sicherte sich von der Pole-Aus den ersten Platz, Teamkollege Lewis Hamilton kam hinter dem Deutschen ins Ziel.

Trotz des letztjährigen Erfolgs bleibt Wolff vorsichtig, wenn es um eine Prognose für das 14. Rennwochenende des Jahres geht. Er weiss: «Trotz dieses Erfolges war es für uns schwierig, diese Strecke mit ihrer Kombination aus kurzen, scharfen Kurven, relativ kurzen Geraden sowie vielen Bodenwellen zu meistern. Somit reisen wir auch diesmal in Erwartung einer grossen Herausforderung nach Asien.»

«Bislang hat sich das Blatt in dieser Saison je nach Streckentyp gewendet», mahnt der Österreicher. «Oberflächlich betrachtet gehört Singapur zu der Art Strecken, die sowohl Ferrari als auch Red Bull entgegenkommen sollte. Beide haben starke Leistungen auf langsamen Strecken gezeigt, auf denen es auf maximalen Abtrieb ankommt.»

«Gleichzeitig machten derartige Strecken uns das Leben in dieser Saison schwerer», gesteht Wolff. «Manchmal sind solche Charakteristiken einfach in der DNS eines Autos verankert. Nichtsdestotrotz haben wir viel durch unsere Schwierigkeiten in Monaco gelernt und unser Performance-Niveau in Ungarn deutlich angehoben. Wir verstehen nun besser, was wir tun müssen, um das Optimum aus dem Chassis herauszuholen.»

Trotzdem schwärmt der 45-Jährige: «Singapur ist eine fantastische Bühne für unseren Sport und ein einzigartiges Flutlicht-Spektakel. Aber es ist auch ein anstrengendes Wochenende für die Teams: Die Bedingungen erschweren die Arbeit in der Box, es ist physisch anspruchsvoll für die Fahrer und eine Herausforderung, die Brems- und Reifentemperaturen im Griff zu haben. Safety Car-Einsätze sind nahezu garantiert, entsprechend viele Variablen gibt es, die bei der Strategie bedacht werden müssen. An diesem Wochenende muss jedes Teil des Teams in Bestform sein, wenn man ein starkes Ergebnis erzielen möchte. Wir werden versuchen, alle Puzzle-Teile zusammenzufügen und das Wochenende stark abzuschliessen.»

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