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Sebastian Vettel in Singapur: Strahlen in der Nacht

​Ferrari-Star Sebastian Vettel lässt sich für seinen Lieblings-GP von Singapur zusammen mit Helmdesigner Jens Munser immer etwas ganz Besonderes einfallen – natürlich auch für das Rennen 2017.

Formel 1

Im Artikel erwähnt


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Sebastian Vettel liebt Singapur. Und das prestigeträchtige Nachtrennen ist für ihn jeweils Anlass, sich mit Helmdesigner Jens Munser etwas besonders Ungewöhnliches einfallen zu lassen. Nachdem die FIA im Jahr 2012 direkt nach dem Einsatz von Sebastian Vettel LED-Helm sämtliche Elektronik an einem Rennhelm verboten hatte, baute das JMD-Team in diesem Jahr ein Reflexmaterial in die Lackierung ein, welches fast das ganze einfallende Licht zurückstrahlt. Darüber hinaus färbt sich dieses Licht durch einen Prisma-Zusatzeffekt bei Bewegung in einem Farbspektrum von Leuchtgelb über Leuchtrot bis in Pink.

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Damit weicht Vettel zum zweiten Mal in Folge vom üblichen Design ab, denn vor zwei Wochen in Monza sagte er "grazie". Es bedarf schon eines ganz besonderen Anlasses für Sebastian Vettel, die gewohnten Deutschland-Farben auf seinem Helm gegen die italienische Trikolore zu tauschen. Der neue Dreijahresvertrag mit Ferrari und die 70-Jahr-Feier seines italienischen Arbeitgebers waren Anlass, um zum Heimrennen von Ferrari in Monza Dankeschön zu sagen. Während das Ferrari-Pferd und Sebastians Nummer 5 in Chromeffekt auf einer Lochblech-Optik glänzten, war das Ferrari-Logo hinten auf dem Helm in 0,1 mm dickem goldenen Echtmetall überzogen.

In China war Ferrari-Star Sebastian Vettel mit Punkten auf dem Helm unterwegs, in Spanien mit Karos. Für den Rennklassiker Silverstone zeigten der Ferrari-Star und Helmdesigner Jens Munser etwas völlig Neues – Dreiecke.

Der Kopfschutz von Sebastian Vettel für den britischen Grand Prix in Silverstone wurde inspiriert von einem Helm, den das JMD-Team für Deutschlands YouTuber "Dner" Felix von der Laden lackiert hatte. Das Design ist aufgebaut aus zahlreichen Dreiecken, die in unterschiedlichen Grautönen nach hinten dunkler werden. Als Farbakzent sind hellblaue Elemente eingearbeitet.

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Das bekannte Grundmuster von Vettels Kopfschutz war in Shanghai und Sakhir mit Punkten verziert, die nach vorne hin kleiner wurden. Wieso Punkte? Einfach so, als Stilmittel. Sebastian trug diesen Helm beim Sieg in Bahrain, also wurde dieser Kopfschutz zur Seite gelegt. So wie es Vettel immer macht – gewinnt er mit einem bestimmten Helm einen Formel-1-WM-Lauf, dann geht dieses Design in Rente.

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Für das Spanien-Wochenende galt dann: Karbon, also Kohlefaser, muss nicht immer schwarz sein. Durch ein spezielles Verfahren hatte das JMD-Team Sebastian Vettels fünftem Helm der Saison 2017 eine silberne Karbon-Optik auflackiert. Die Deutschlandfarben sind dabei transparent lackiert, so dass auch dort dieser Karo-Effekt durchscheint.

Am Samstag von Monaco zeigte Vettel im Fürstentum einen ganz anderen Helm: Auf einem Grundton aus Cappuccino-Braun fanden wir Schriftzüge in Bronze-Glitzer – mit dem von Schedoni entworfenen Wort Monaco auf der einen sowie der Startnummer 5 auf der anderen Seite. Alle Farben mit Ausnahme des Bronze-Flake wurden matt lackiert. Auf der Rückseite war die leuchtend hellblaue Grafik eines 1955er Werbeplakats für den Grossen Preis von Monaco zu entdecken.

Hier hatten Munser und Vettel ein wenig getrickst: Eigentlich zeigte die Zeichnung des 50er Jahre-Renners die Nummer 2, auf dem Helm von Seb ist der rote Renner mit einer 5 ausgestattet, also mit seiner eigenen Startnummer.

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Sebastians Helme für den Saisonauftakt 2017 haben alle eines gemeinsam: Eine extrem leichte Lackierung. Durch die technischen Änderungen in dieser Saison und den damit verbundenen höheren Kurvengeschwindigkeiten war es nötig, das Gewicht der Helmlackierung auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Auf spezielle Effekte wie Chrom oder Glitzer wird daher zunächst verzichtet – mit dem Ergebnis, dass die Lackierung auf ein Gewicht unter 20 Gramm reduziert werden konnte!

Um diese verblüffende Zahl zu erreichen, wurden das Lackierungssystem umgestellt und neue technische Verfahren zur Leichtbeschichtung eingeführt.

Das Basiswissen für diese Leichtlackierungen hat sich das JMD-Team um Jens Munser bereits vor Jahren angeeignet. Durch einen Fahrer, der sich lange vor den anderen Piloten Gedanken um körperliche Fitness und die Nackenbelastung durch den Helm gemacht hat: Michael Schumacher.

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Vom Design her ist Sebastian seinem auffällig weissen Design mit den Streifen für Deutschland treu geblieben. Die für die Onboard-Kamera vorgeschriebene Startzahl an der Oberseite des Helms ist in diesem Jahr dauerhaft als FIVE ausgeschrieben.

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