Formel 1: Reaktion auf Sabotage-Vorwurf

McLaren-Direktor Brown: «Dann sehen wir dämlich aus»

Von Andreas Reiners
Zak Brown mit Stoffel Vandoorne und Fernando Alonso

Zak Brown mit Stoffel Vandoorne und Fernando Alonso

Die unglückliche Ehe zwischen McLaren und Honda wird nach dieser Saison geschieden. Nach drei unfassbar erfolglosen Jahren gehen beide getrennte Wege.

McLaren wird ab 2018 von Renault mit Motoren beliefert, um endlich um Podiumsplätze oder Siege mitfahren zu können.

Honda bleibt in der Königsklasse und wird Toro Rosso mit den Power Units ausstatten. Bei McLaren gibt es nach der erfolgreichen Trennung aber durchaus auch Gedankenspiele, dass der Wechsel auch ein Schuss ins Knie sein könnte. Sprich: Honda macht 2018 exorbitante Fortschritte, während Renault weiter auf der Stelle tritt. Was dann hieße: McLaren fährt Toro Rosso hinterher.

McLaren-Direktor Zak Brown unkt bereits: «Wenn Honda anfängt, 2018 Erfolg zu haben und wir nicht, sehen wir offensichtlich dämlich aus. Aber ich denke, jeder muss seine Entscheidungen treffen und das Ergebnis akzeptieren. Wenn du eine Entscheidung triffst, stellt man sich doch oft die Frage: „Was, wenn ich falsch liege?“»

Unter dem Strich denkt Brown: «Jeder hat seine Hausaufgaben gemacht und es war eine Teamentscheidung, die nicht einfach war.» Er vergleicht es mit den Indy 500.

«Manche sagten damals: „Was ist, wenn Alonso sich verletzt? Was, wenn wir eine großartige Möglichkeit in Monaco verpassen?“» Der Spanier hatte den Monaco-GP sausen lassen, um am Indy 500 teilnehmen zu können. Für ihn war Jenson Button eingesprungen.

Im Endeffekt hatte McLaren alles richtig gemacht, denn Alonso lieferte eine starke Vorstellung ab und hinterließ einen bleibenden Eindruck in den USA. Button war nach einem Austausch des Turboladers und des dazugehörigen Energierückgewinnungs-Systems (MGU-H) strafversetzt worden.

«Zum Glück ist Fernando perfekt gefahren und Jenson musste aus der Boxengasse starten. Wir müssen nach vorne schauen und nicht zurück», sagte Brown.

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