Fernando Alonso zu Le Mans mit Toyota: Kein Dementi

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fernando Alonso bei seiner Medienrunde

Fernando Alonso bei seiner Medienrunde

​McLaren-Honda-Superstar Fernando Alonso glaubt, dass sein Team in den letzten Rennen mehr hätte herausholen können. Der Spanier spricht über Lewis Hamilton, zu Le Mans ist er eher schmallippig.

Verblüffend: Fernando Alonso stand zwischen 2005 und 2013 in Interlagos sieben Mal auf dem Siegerpodest, er sicherte sich seine beiden WM-Titel 2005 und 2006 auf der brasilianischen Bahn, aber gewonnen hat er den Grossen Preis von Brasilien nie.

Diese Statistik wird der 32fache GP-Sieger am kommenden Sonntag kaum aufhübschen können, selbst wenn McLaren-Honda weiter Fortschritte macht.

Alonso zum kommenden Wochenende: «Natürlich reist du zu so einem Rennen immer mit einem ganz besonderen Gefühl. Die tollen Erinnerungen hier gehören dazu, das vergisst du nie. Beim ersten Mal war das so besonders, weil es um den ersten Titel ging. Beim zweiten Mal, weil es wegen des Rücktritts von Michael Schumacher ein ganz besonderes Rennen war.»

«Am kommenden Sonntag sollte es uns möglich sein, in die Punkte zu fahren. Wir sind stärker geworden, das sollte sich auch hier zeigen. Ich hoffe, auf ein normale Wochenende, also ohne technische Probleme.»

«In den letzten Rennen haben wir gute Leistungen gezeigt, aber wir haben auch nicht alles rausgeholt, was möglich gewesen wäre – wegen Defekten und wegen Strafen. Falls wir all dem entgehen, können wir hier eine solide Leistung zeigen.»

Zum WM-Titel von Lewis Hamilton meint Alonso, der 2007 neben dem Engländer bei McLaren fuhr: «Er ist einer der Grössten in unserem Sport. Und das hat er vor allem dann gezeigt, als das Auto jetzt nicht das Beste im Feld war, ich erinnere mich da zum Beispiel an die Saison 2009. Da fuhr er über den Möglichkeiten des Fahrzeugs. Und das hebt ihn auf ein besonderes Niveau. Die Titel mit Mercedes in den letzten Jahren waren leichter, weil das Auto einfach sehr gut war. Aber er hat für seine Begabung verdient den Lohn der Arbeit ernten können.»

Lewis und Fernando hatten in Mexiko ein tolles Duell. Hamilton war auf den Geraden schneller, aber Alonso wehrte sich wie ein Löwe und war in den Kurven mindestens ebenbürtig. In Interlagos meint Alonso: «Ich freue mich auf mehr davon. Das ganze Team ist für nächstes Jahr recht zuversichtlich. Wir kennen unsere Stärken, wir kennen auch unsere Schwäche. Wir wissen, woran wir im Winter arbeiten müssen. Es wird schön sein, nicht mehr um neunte Plätze kämpfen zu müssen, sondern wieder um Podestränge. Und wir werden bei McLaren bis im kommenden März Tag und Nacht schuften, um dieses Ziel zu erreichen.»

Vor kurzem ist bekannt geworden, dass Fernando Alonso bei Toyota in Köln gewesen sei. Der Spanier lässt sich nicht in die Karten gucken und sagt nur schmunzelnd: «Ich habe nichts zu kommentieren. Aber die Nachrichten habe ich auch gelesen.»

Alonso dementiert aber auch nicht, dass er sehr wohl in Köln gewesen ist und 2018 mit den Japanern beim Langstreckenklassiker antreten könnte.

Auf die Frage, ob es kein Problem sei, im Anschluss an den Kanada-GP gleich in Le Mans zu fahren, lacht Alonso: «Von mir aus würde ich an jedem Wochenende Rennen fahren! McLaren muss dazu nur die Erlaubnis geben.»

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