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Airbox-Segel sorgen für Ärger bei den Formel-1-Teams

In dieser Woche diskutierte die Formel-1-Strategiegruppe nicht nur über die Einführung einer Budget-Obergrenze, sondern auch darüber, ob die GP-Renner auch im nächsten Jahr über die Airbox-Segel verfügen sollen.

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Eigentlich sollten die Airbox-Segel im nächsten Jahr wieder von der Formel-1-Bildfläche verschwinden – genauso wie damals nach der Saison 2010, als nur noch das Hinterbänkler-Team HRT damit unterwegs war. Schon damals störten sich viele Fans an der Verlängerung der Airbox – und auch in diese Frühjahr empfanden viele die grossen Verkleidungsflächen über der Airbox als Verschandelung der sonst so gelungenen Optik der neuen F1-Fahrzeuggeneration.

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Nicht nur bei den Fans, auch im Fahrerlager selbst gab es kritische Stimmen, so sprach etwa Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner zu Saisonbeginn noch von einer optischen Bankrotterklärung. Die Ingenieure sehen hingegen durchaus einen Sinn in den oft als Haifischflossen verspotteten Segeln. Denn sie verschaffen den Rennern in der Kurvenmitte etwas mehr Abtrieb, indem sie den Heckflügel bei seitlicher Luftströmung vor jenen Luftwirbeln schützen, die an der Vorderachse entstehen.

Auch die Marketing-Verantwortlichen der Rennställe und der neuen Formel-1-Machthaber sind für die Beibehaltung der grossen Airbox-Finnen, denn dadurch entsteht eine grosse Zusatzfläche auf der Verkleidung, die etwa für Sponsoren-Logos oder grössere Startnummern genutzt werden kann. Aus diesen Gründen wurde eine Änderung im Reglement vorbereitet, die es den Teams auch über 2017 hinaus erlauben würde, ihr Auto mit einem Airbox-Segel zu versehen.

Der Vorschlag wurde in dieser Woche am Dienstag im Rahmen des jüngsten Treffens der Strategiegruppe in Genf besprochen und den Teams daraufhin zur Abstimmung vorgelegt. Um die Regelanpassung durchzubringen, wäre Einstimmigkeit erforderlich gewesen, doch McLaren stellte sich quer.

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Das bringt die Konkurrenz in Bedrängnis, denn die Konstruktion der 2018er-Modelle läuft hinter den Kulissen bereits auf Hochtouren. Kein Wunder, ärgerte sich etwa Force India-Geschäftsführer Otmar Szafnauer im Gespräch mit den Kollegen von Motorsport.com: "Wir müssen die Konstruktion der Motorenverkleidung bald abgeschlossen haben, deshalb wäre es schon nett, wenn wir langsam wüssten, wie die Regeln aussehen."

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"Ich werde nie für etwas stimmen, das nicht in unserem Interesse ist", verteidigte sich McLaren-Renndirektor Eric Boullier seinerseits. Und er erklärte: Mit ein Grund, warum der Traditionsrennstall aus Woking gegen die Finne ist, sei die Tatsache, dass sie den Blick auf den Heckflügel verdecke.

Dieses Argument will Szafnauer nicht stehen lassen: "Ich glaube, die wollen den Heckflügel etwas mehr zur Geltung bringen, aber die Finne ist nicht das Problem. Dass der Heckflügel und die darauf platzierten Sponsoren-Logos nicht mehr so gut zu sehen sind hat vielmehr damit zu tun, dass der Flügel nun tiefer liegt."

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