Valtteri Bottas (Mercedes) nach Pole: «Ich zittere!»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Valtteri Bottas

Valtteri Bottas

​Nach dem Missgeschick von Weltmeister Lewis Hamilton lag die ganze Verantwortung auf den breiten Schultern von Valtteri Bottas. Der Finne zeigte Selbstvertrauen und eroberte cool die Brasilien-Pole.

Alte Faustregel im Formel-1-Sport: Wenn die Nummer 1 ein Problem hat, muss die Nummer 2 die Kastanien aus dem Feuer holen. Im Abschlusstraining zum Brasilien-GP rutschte Weltmeister Lewis Hamilton von der Bahn, damit verkörperte Valtteri Bottas die einzige Chance der Dauer-Champions, die Pole-Position zu erobern. Und der Finne lieferte ab – dritte Pole in der Formel 1 (nach Bahrain und Österreich 2017).

«Yes!» brüllte der sonst so stille Finne in den Funk, hörbar erleichtert. Nach einer längeren Phase im Anschluss an die Formel-1-Sommerpause, in welcher Bottas in der Quali im Schnitt vier Zehntelsekunden auf Hamilton und ein wenig den Faden verlor, meldet sich Bottas mit einer starken Leistung zurück.

Grund: Valtteri und seine Ingenieure haben hart daran gearbeitet, die Abstimmung des Silberpfeils zu verfeinern. Dank dieser Plackerei gelingt es Bottas jetzt wieder besser, die Reifen ideal zum Arbeiten zu bringen.

Der gegenwärtige WM-Dritte will noch Sebastian Vettel abfangen, er liegt im Klassement fünfzehn Punkte hinter dem Deutschen, und mit seiner Pole-Position hat sich Valtteri eine ausgereichnete Ausgangslage fürs Rennen geschaffen.

Der Finne kurz nach dem Qualifying: «Ich zittere noch! Aber ich bin so erleichtert. Die Runde war sehr gut, und das musste sie auch sein, weil die Abstände zu den Ferrari so gering waren.»

Um genau zu sein, war Bottas zwei Wimpernschläge schneller als Vettel – 68,322 Sekunden für Valtteri, 68,360 für Sebastian.

Bottas weiter: «Ich bin sehr froh, dass ich den Job für Mercedes erledigen konnte. Wir haben jetzt fürs Rennen die beste Ausgangslage. Das ist besonders für diese Rennstrecke wichtig, denn jeder weiss, dass Überholen hier ein hartes Stück Arbeit ist.»

Bottas glaubt: «Wir sind fürs Rennen gut aufgestellt, unser Auto marschiert auch im Renntrimm sehr gut. Der Start wird aufregend, und dann bin ich auf alles gefasst, denn wir haben hier immer wieder verrückte Rennen erlebt. Das ist Brasilien, hier kann alles passieren.»

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