Max Verstappen: «Brauchen zum Siegen etwas Glück»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Max Verstappen darf den Brasilien-GP aus der zweiten Startreihe in Angriff nehmen

Max Verstappen darf den Brasilien-GP aus der zweiten Startreihe in Angriff nehmen

Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen darf den zweitletzten WM-Lauf des Jahres in São Paulo aus der zweiten Startreihe in Angriff nehmen. Sein Teamkollege Daniel Ricciardo startet hingegen ausserhalb der Top-10.

Daniel Ricciardo schaffte es im Qualifying zum Brasilien-GP zwar, die fünftschnellste Runde zu drehen. Weil nach dem Mexiko-Motorschaden aber eine neue MGU-H-Einheit in seinen Renner eingebaut werden musste, bekam der Red Bull Racing-Star eine Strafversetzung um zehn Startpositionen aufgebrummt.

«Mehr war nicht möglich, und ich bin froh, dass ich das Rennen auf den weichen Reifen starten kann. Das bedeutet, dass ich gegen Ende des Rennens auf neuen Supersofts dann stark unterwegs sein werde», machte sich der Australier hinterher Mut, übte sich aber auch in Selbstkritik: «Rückblickend lässt sich eigentlich nur bemängeln, dass wir nur drei Runs auf den superweichen Reifen absolviert haben, während alle Spitzenreiter jeweils fünf Runs absolviert haben.»

«Aber ich fühlte mich auf den weichen Reifen ohnehin besser», fügte Ricciardo eilends an, und gestand: «Im Q3 habe ich auf den rot markierten Gummis nicht wirklich viel rausholen können. Beim letzten Set hatte ich auch gleich Vibrationen, nachdem ich die Box verlassen hatte. Und der linke Vorderreifen bot null Grip – dass müssen wir analysieren, denn ich glaube nicht, dass ich sie zu hart rangenommen oder irgendwo die Räder blockiert habe.»

Sein Teamkollege Max Verstappen darf das Rennen vom vierten Startplatz aus in Angriff nehmen. Der ehrgeizige Niederländer war damit natürlich nicht zufrieden: «Ich denke, wir haben das Maximum herausgeholt, aber wirklich happy bin ich damit natürlich nicht. Wir haben es das ganze bisherige Wochenende nicht wirklich hinbekommen, die richtige Fahrzeug-Balance zu finden.»

«Ich hatte aber auch nie damit gerechnet, Ferrari und Mercedes auf dieser Strecke schlagen zu können, da wir auf den langen Geraden natürlich leiden», erklärte der 20-jährige Mexiko-GP-Sieger gewohnt offen. Und er betonte noch einmal: «Wir haben das bestmögliche Ergebnis erzielt und unser Bestes gegeben, aber es war nicht gut genug.» Ist der Sieg überhaupt möglich? «Dazu brauchen wir ehrlich gesagt ein bisschen Glück, denn unsere Longrun-Pace reicht einfach nicht, um mit den Schnellsten mitzuhalten. Aber andererseits weisst du nie, was an der Spitze passieren wird.»

Auch Teamchef Christian Horner hofft auf ein gutes Ergebnis: «Ich hoffe, wir werden morgen mit Max aus der zweiten Startreihe ein starkes Rennen erleben. Daniel wird von weiter hinten ins Rennen starten – und zwar auf den weichen Reifen. Auch er ist in guter Form.»

Und das ist nicht der einzige Grund, warum der Brite zuversichtlich bleibt: «Morgen sollte es gemäss Prognose etwas heisser werden, und das wäre gut für uns, denn Mercedes neigt dazu, in der Hitze etwas mehr Probleme zu haben.» Und Horner prophezeit: «Sollte Valtteri seine Pole in die Führung ummünzen können, dann könnte der GP sehr spannend werden, denn auch Ferrari ist im Renntrimm jeweils gut unterwegs. Und Max ist auch in Bestform – das wird also sicherlich unterhaltsam.»

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