Ab der Superbike-WM 2026 verboten: Anschieben auf der Rennstrecke
Ein neu formulierter Absatz im Reglement der Superbike-WM 2026 sorgt für Unmut bei den Fahrern. Wer sein Motorrad nach einem Sturz neu starten muss, kann gleich aufgeben.
Wir kennen diese Szene: Nach einem Sturz denkt ein echter Racer nicht an Aufgeben, sondern nur daran, sein Motorrad schnellstmöglich wieder aufzurichten, neu zu starten und das Rennen auf der Jagd nach Schadensbegrenzung fortzusetzen. Wahrscheinlich werden solche Bilder ab der Saison 2026 aber der Vergangenheit angehören.
Denn im Reglement der Superbike-WM 2026 findet sich unter Nummer 1.21 eine Neufassung von Absatz 4; dieser Absatz regelt das Verhalten der Piloten nach einem Sturz. War bisher nur definiert, dass eine Reparatur oder das Starten des Motors ausschließlich durch den Fahrer erfolgen darf, ist dies zukünftig im Gefahrenbereich – also im Kiesbett oder auf der Rennstrecke – verboten.
Vielmehr müssen die Streckenposten Motorräder mit nicht laufendem Motor zur Sicherheit für alle Beteiligten schnellstmöglich hinter die Streckenbegrenzung transportieren. Dort dürfen sie dem Fahrer assistieren, zum Beispiel durch Anheben oder Halten des Motorrades. Sobald der Motor läuft, darf das Training oder Rennen wieder aufgenommen werden.
Es ist klar: Das Prozedere wird für einen so großen Zeitverlust sorgen, dass der Rennverlauf für einen gestürzten Fahrer entscheidend beeinflusst wird. Ohne Aussicht auf Erreichen der Punkteränge werden viele Piloten das Rennen nach einem Sturz in den meisten Fällen aufgeben.
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