Fred Vasseur (Sauber): 2018 Fortschritte dank Chassis

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Sauber-Teamchf Frédéric Vasseur ist froh, dass der Schweizer Rennstall weiter mit Motoren aus Maranello antritt. «Aber den grösseren Schritt nach vorne werden wir dank des neuen Chassis machen.»

Die erste Amtshandlung von Frédéric Vasseur als Sauber-Teamchef: Er liess die Absichtserklärung mit Honda platzen, wonach Sauber 2018 drei Jahre lang mit japanischen Motoren gefahren wäre. Der Franzose in einer seiner Medienrunden: «Da gab es für mich einfach zu viele Fragezeichen. Nehmt nur das Getriebe. Wir haben bei uns nicht die Kapazität, ein Getriebe zu bauen. Wie hätte das bitteschön mit Honda gehen sollen, wo doch die Trennung von McLaren längst in der Luft lag? 2018er Motoren von Honda, aber 2017er Getriebe von McLaren? Nein, das passte für mich alles nicht zusammen.»

Daher arbeitet Ferrari weiter mit Ferrari und wird 2018 den aktuellen Motor samt Getriebe der Italiener verwenden. Ob der dann Alfa Romeo heisst, ist derzeit Anlass für viele Spekulationen. Sauber muss sich – ungeachtet der Motorbezeichnung – nicht mehr mit Vorjahresmotoren abmühen wie in dieser Saison. Was einer der Gründe ist, wieso Sauber auf dem zehnten und damit letzten WM-Rang liegt.

Vasseur glaubt: «Allein wegen des Motors werden wir einige Zehntelsekunden pro Runde gewinnen. Den grösseren Schritt nach vorne erwarte ich mir aber vom Chassis. Technikchef Jörg Zander und seine Truppe sind mit Volldampf an der Arbeit.»

«Klar können wir uns überlegen, ob wir die Kooperation mit Ferrari in der Zukunft ausbauen. Dazu haben wir genügend Zeit, denn über 2018 hinaus besteht keine Unsicherheit in Sachen Motorpartner. In Sachen Teile gilt es, eine gesunde Balance zu finden. Wenn du als Team Fortschritte machen willst, musst du auf eigenen Beinen stehen. Wir haben bei Sauber eine gute Infrastruktur, die will ich bewahren.»

«Die Arbeit am 2017er Auto begann spät, weil damals die finanzielle Situation des Rennstalls so unsicher war. Für 2018 ist das ganz anders. Wir konnten viel früher beginnen, was selbst nach dem späten Wechsel in Sachen Motor ein Vorteil ist.»

Der künftige Sauber-Fahrer Charles Leclerc wird am Freitag in Abu Dhabi nicht im Schweizer Renner sitzen: Er hat nun vier Ausflüge im ersten Training hinter sich (Malaysia, USA, Mexiko und Brasilien), auf der Insel Yas konzentriert sich der Formel-2-Champion von 2017 ganz aufs Finale dieser Klasse.

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