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McLaren stur: Airbox-Segel-Verbot für 2018 bleibt

Die Formel-1-Autos werden 2018 ohne das als Haifischflosse verschriene Segel auskommen, denn die McLaren-Verantwortlichen denken nicht daran, ihre Meinung in dieser Hinsicht zu ändern.

Formel 1

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Der Aufschrei war gross, als bei der Präsentation der neuesten Fahrzeug-Generation klar wurde, dass durch die neuen Regeln auch die unliebsamen Airbox-Segel in die Formel 1 zurückgekehrt sind. Die sogenannte Haifischflosse, wie die Fläche hinter der Airbox schnell getauft wurde, ist vielen Formel-1-Ästheten ein Dorn im Auge – zumal die umfangreichen Regeländerungen unter anderem beschlossen wurden, um die Optik der GP-Renner zu verbessern.

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Das ist dank breiterer Chassis und Reifen auch gelungen, doch die Haifischflosse lässt die Formel-1-Autos wuchtig aussehen – und das gefällt den wenigsten Fans. Deshalb beschloss die Strategiegruppe im Juni 2017: Ab dem nächsten Jahr sollen die Airbox-Segel – zusammen mit den ebenso scharf kritisierten T-Flügeln – wieder aus dem GP-Zirkus verschwinden.

Doch mittlerweile hat im Fahrerlager ein Umdenken stattgefunden. Einerseits, weil die Segel für mehr Abtrieb und einen besseren Luftfluss zum Heckflügel hin sorgen. Andererseits, weil durch das Haifischflossen-Verbot ein grosses Stück an potenzieller Werbefläche verlorengeht. Und weil auch die FIA fand, dass der Platz für die Namenskürzel und Startnummern der Fahrer genutzt werden kann, wurde bald darüber diskutiert, das Verbot wieder rückgängig zu machen.

Doch McLaren spielte nicht mit und verweigerte die Zustimmung für den neuerlichen Kurswechsel, der dank des späten Termins ein einstimmiges Ja von den Formel-1-Teams erfordert. "Die haben wohl eine gute Lösung ohne Segel gefunden", rätselte der frühere GP-Pilot und heutige Sky Sports F1-Experte Anthony Davidson. "Und diesen potenziellen Vorteil wollen sie sich nicht nehmen lassen."

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Im Fahrerlager von Abu Dhabi wurde denn auch gemunkelt, McLaren habe von Anfang an geplant, die zuvor diskutierte Beibehaltung der Segel in letzter Minute zu verhindern, um die Entwicklungsarbeit der Konkurrenz zu steuern. Doch davon will Teamchef Eric Boullier nichts hören. Der Franzose mimt im Interview mit den Kollegen des spanischen TV-Senders Movistar das Unschuldslamm.

"Es ist witzig", erklärt Boullier. "Vor sechs Monaten haben sich die Teams für das Verbot ausgesprochen, und nun wollen gewisse Rennställe die Finne wieder zulassen. Aber wieso sollten wir das wieder zur Diskussion stellen?"

Fakt ist: Die Kehrtwende wurde zuvor schon diskutiert, deshalb haben die meisten Teams die Finne bei der Konstruktion ihrer 2018er-Renner auch berücksichtigt. "Ich dachte, wir alle haben uns darauf geeinigt, die Finne zu behalten und die Startnummern dort zu platzieren", bestätigt Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner in der FIA-Pressekonferenz von Abu Dhabi. "Und dann geschah das Übliche: Wir verliessen das Treffen und alles änderte sich wieder."

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