Vasseur: «Deshalb war Pascal Wehrlein keine Option»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Pascal Wehrlein musste sich bei Sauber verabschieden

Pascal Wehrlein musste sich bei Sauber verabschieden

Alfa Romeo Sauber wird in diesem Jahr mit Rookie Charles Leclerc und Routinier Marcus Ericsson angreifen. Pascal Wehrlein musste gehen. Teamchef Frédéric Vasseur erklärt, warum der Deutsche nicht in Frage kam.

Sauber schlägt in diesem Jahr ein neues Kapitel in der Team-Geschichte auf. Der Schweizer Rennstall startet in die neue Partnerschaft mit Alfa Romeo, was zur Folge hat, dass in diesem Jahr ein Ferrari-Junior im Renner aus Hinwil Gas geben wird. Der talentierte Monegasse Charles Leclerc darf an der Seite von Marcus Ericsson auf WM-Punktejagd gehen – sehr zur Freude von Teamchef Frédéric Vasseur.

Der Franzose erklärt: «Für uns war es wichtig, dass wir einen Fahrer haben, der auch über Formel-1-Erfahrung verfügt. Marcus ist nun schon seit einigen Jahren an Bord und kennt den GP-Zirkus sehr gut. Charles hat bisher nur wenige Freitagseinsätze bestritten und weniger als 200 Runden in einem F1-Renner gedreht. Für ihn sind auch einige Strecken neu und deshalb ist es wichtig, dass ein Routinier an seiner Seite kämpft.»

Dass dieser Routinier Ericsson und nicht Pascal Wehrlein heisst, liegt angesichts der neuen Partnerschaft mit der Fiat-Chrysler-Tochter Alfa Romeo auf der Hand, betont Vasseur: «Es ist klar, dass Pascal auch von Mercedes unterstützt wird. Deshalb ist es schwierig, sich ein Projekt mit Alfa Romeo vorzustellen, bei dem ein Mercedes-Fahrer mit an Bord ist. Das ist doch ziemlich klar.» Und er räumt ein: «Natürlich war die Verpflichtung von Charles auch Teil der Alfa-Romeo-Gespräche.»

Allerdings habe sich der 20-Jährige sein Cockpit auch verdient, erklärt der Teamchef eilends: «Er hat in den Junior-Formeln bewiesen, wie viel Potenzial in ihm steckt. Er hat eine vielversprechende Zukunft und für uns macht es auch Sinn, frisches Blut an Bord zu holen.» Der Blick in die Zahlen gibt ihm Recht: Leclerc eroberte 2015 gleich in seinem Debüt-Jahr den vierten Platz in der Formel-3-EM, in der darauffolgenden Saison sicherte er sich den GP3-Titel und ein Jahr später den F2-Titel.

Das klingt vielversprechend, und doch: Auf die Frage, welches Ziel das wiedererstarkte Team aus Hinwil in diesem Jahr verfolge, winkt Vasseur ab: «Entschuldigung, wenn ich das so sage, aber ich wäre ja saublöd, wenn ich jetzt einen Rang nennen würde. Dazu ist es sicherlich noch zu früh. Wir wollen bestimmt nicht Letzter bleiben, aber mein Hauptziel ist es, dass wir uns stetig verbessern. Das ist bei einem mittelfristigen Projekt entscheidend.»

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