Fernando Alonso: Das sagt er zur Blamage mit McLaren

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fernando Alonso

Fernando Alonso

​Kein Auto stand bei den Wintertests auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya so oft wie der McLaren. Fernando Alonso sagt, wie er die Leistung seines Teams einschätzt und was er vom Australien-GP erwartet.

Natürlich entging niemandem die Ironie. McLaren erzwang von Honda die Scheidung, weil der japanische Motor so unzuverlässig war. Und kraftlos obendrein. Und was passiert nach dem Wechsel zu Renault-Motoren? Bei den Wintertests ausserhalb von Barcelona steht kein Auto so oft still wie der McLaren!

Gleich sechs Mal rollte der Papaya-Renner aus – Hydraulik, Turbo, Ölleck, Überhitzung im Heck, Rad verloren, die Liste ist lang. Teamchef Eric Boullier beteuert, der McLaren sei gelungen, alle Probleme liessen sich lösen, es sei nicht gravierend Zeit verloren gegangen. Aber die Schwierigkeiten mit der Standfestigkeit führten dazu, dass McLaren nicht alle Fragezeichen ausradieren konnte.

Was sagt Fernando Alonso nach der Test-Blamage von Spanien? Der Weltmeister von 2005 und 2006 meint bei einem Interview mit Radio Onda Cero: «Es gibt für mich keinen Grund, pessimistisch zu sein. McLaren ist der zweitbeste Formel-1-Rennstall der WM-Historie, Renault ist einer der besten Motorhersteller, wir sind voller Ehrgeiz.»

«Was bei den Tests passiert ist, ändert an unserem Ziel nichts. Wir wollen den drei Top-Teams so dicht auf die Pelle rücken wie es geht. Und genau auf diesem Weg sind wir. Es muss für uns machbar sein, an jedem Wochenende im Qualifying unter die zehn Schnellsten vorzustossen und mittelfristig um Podestplätze zu kämpfen.»

Kein einfaches Ziel, wenn wir nachzählen: Zwei Mercedes, zwei Autos von Red Bull Racing, zwei Ferrari, da dürften in vielen Rennen die ersten sechs Ränge vergeben sein, wenn die Fahrer nicht patzen und die Autos standfest laufen.

Zum früherem Motorenpartner Honda meint Fernando: «Sie haben einen guten Wintertest gezeigt, und wenn sie sich unter die besten Fünf arbeiten, dann freut mich das. Ich hatte nie ein Problem mit Honda. Aber ein Wintertest ist nicht das Gleiche wie 21 Rennen mit nur drei Antriebseinheiten. Wir sind sehr glücklich mit unserer Arbeit mit Renault. Gemessen am letzten Jahr sind wir bis zu vier Sekunden pro Runde schneller.»

Zur kommenden WM meint der 32fache GP-Sieger: «Mercedes ist im Modus Dominanz. Die ersten sechs Ränge sind derzeit vergeben. Dann aber ist die grosse Frage: Wer kommt danach? McLaren, Haas, Renault oder Force India? Diesen Kampf müssen wir gewinnen.»

Barcelona-Wintertests 2018: Alle Bestzeiten

1. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF71H, 1:17,182 (7)* Hyperweich
2. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari SF71H, 1:17,221 (8) Hyperweich
3. Fernando Alonso (E), McLaren MCL33-Renault, 1:17,784 (8) Hyperweich
4. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:18,047 (6) Hyperweich
5. Carlos Sainz (E), Renault R.S.18, 1:18,092 (8) Hyperweich
6. Kevin Magnussen (DK) Haas VF-18-Ferrari, 1:18,360 (7) Superweich
7. Pierre Gasly (F), Toro Rosso STR13-Honda, 1:18,363 (7) Hyperweich
8. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W09 EQ Power+, 1:18,400 (6) Ultraweich
9. Romain Grosjean (F), Haas VF-18-Ferrari, 1:18,412 (8) Ultraweich
10. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W09 EQ Power+, 1:18,560 (6) Ultraweich
11. Nico Hülkenberg (D), Renault R.S.18, 1:18,675 (7) Hyperweich
12. Stoffel Vandoorne (B), McLaren MCL33-Renault, 1:18,855 (7) Hyperweich
13. Brendon Hartley (NZ), Toro Rosso STR13-Honda, 1:18,949 (8) Hyperweich
14. Esteban Ocon (F), Force India VJM11-Mercedes, 1:18,967 (8) Hyperweich
15. Charles Leclerc (MC), Sauber C37-Ferrari, 1:19,118 (8) Hyperweich
16. Sergey Sirotkin (RUS), Williams FW41-Mercedes, 1:19,189 (8) Weich
17. Marcus Ericsson (S), Sauber C37-Ferrari, 1:19,244 (7) Hyperweich
18. Robert Kubica (PL), Williams FW41-Mercedes, 1:19,629 (7)
19. Sergio Pérez (MEX), Force India VJM11-Mercedes, 1:19,634 (7) Hyperweich
20. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB14-TAG Heuer, 1:19,842 (7) Weich
21. Lance Stroll (CDN), Williams FW41-Mercedes, 1:19,954 (8) Weich
22. Nikita Mazepin (RU), Force India VJM11-Mercedes, 1:25,628 (1) Mittelhart
* In Klammern der Tag, an welchem die Zeit aufgestellt worden ist.
Tag 1: Montag, 26. Februar
2: Dienstag, 27. Februar
3: Mittwoch, 28 Februar
4: Donnerstag, 1. März
5: Dienstag, 6. März
6: Mittwoch, 7. März
7: Donnerstag, 8. März
8: Freitag, 9. März

Fahrer: Runden und Kilometer

1. Sebastian Vettel, Ferrari, 643 Runden, 2993,1 km
2. Valtteri Bottas, Mercedes, 584 Runden, 2718,5 km
3. Lewis Hamilton, Mercedes, 456 Runden, 2122,6 km
4. Pierre Gasly, Toro Rosso, 452 Runden, 2104 km
5. Carlos Sainz, Renault, 444 Runden, 2066,8 km
6. Max Verstappen, Red Bull Racing, 419 Runden, 1950,4 km
7. Marcus Ericsson, Alfa Romeo Sauber, 411 Runden, 1913,2 km
8. Kevin Magnussen, Haas, 381 Runden, 1773,5 km
9. Charles Leclerc, Alfa Romeo Sauber, 375 Runden, 1745,6 km
10. Esteban Ocon, Force India, 372 Runden, 1731,6 km
11. Brendon Hartley, Toro Rosso, 370 Runden, 1722,3 km
12. Daniel Ricciardo, Red Bull Racing, 364 Runden, 1694,4 km
13. Sergey Sirotkin, Williams, 354 Runden, 1647,8 km
14. Nico Hülkenberg, Renault, 351 Runden, 1633,9 km
15. Lance Stroll, Williams, 343 Runden, 1596,6 km
16. Stoffel Vandoorne, McLaren, 336 Runden, 1564 km
17. Sergio Pérez, Force India, 317 Runden, 1475,6 km
18. Romain Grosjean, Haas, 314 Runden, 1461,6 km
19. Kimi Räikkönen, Ferrari, 286 Runden, 1331,3 km
20. Fernando Alonso, McLaren, 263 Runden, 1224,2 km
21. Robert Kubica, Williams, 122 Runden, 567,9 km
22. Nikita Mazepin, Force India, 22 Runden, 102,4 km

Runden und Kilometer: Teams

1. Mercedes: 1040 Runden, 4841,1 km
2. Ferrari: 929 Runden, 4324,4 km
3. Toro Rosso: 822 Runden, 3826,3 km
4. Williams: 819 Runden, 3812,4 km
5. Renault: 795 Runden, 3700,6 km
6. Sauber: 786 Runden, 3658,8 km
7. Red Bull Racing: 783 Runden, 3644,8 km
8. Force India: 711 Runden, 3309,6 km
9. Haas: 695 Runden, 3235,2 km
10. McLaren: 599 Runden, 2788,3 km

Runden und Kilometer: Motorenhersteller

1. Mercedes: 2570 Runden, 11963,1 km
2. Ferrari: 2410 Runden, 11218,3 km
3. Renault: 2177 Runden, 10133,7 km
4. Honda: 822 Runden, 3826,3 km

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