Sebastian Vettel (Ferrari): «Mercedes ist Favorit»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel in China

Sebastian Vettel in China

​Zwei Rennen, zwei Siege: Besser kann ein Formel-1-Fahrer eine Saison nicht beginnen. Aber Sebastian Vettel ist zu lange im Geschäft, um davon auszugehen, dass Ferrari jetzt alles in Grund und Boden stampft.

Zwei Siege in den ersten beiden Rennen, da träumen die Tifosi natürlich von einem dritten Triumph in Serie. Wann das zu Beginn einer Saison letztmals passiert ist? Vor vierzehn Jahren – damals gewann Michael Schumacher in Melbourne, Sepang, Sakhir, Imola und Barcelona, erst in Monaco funkte Jarno Trulli mit einem Sieg für Renault dazwischen. Dann gingen die Schumacher-Festspiele weiter – Siege auf dem Nürburgring, in Kanada, Indianapolis, Magny-Cours, Silverstone und auf dem Hockenheimring, und mit einem weiteren Triumph in Ungarn war der Titelsack zu.

So wird das 2018 nicht laufen, das weiss auch Sebastian Vettel.

Der vierfache Weltmeister im Fahrerlager des Shanghai International Circuit: «Wir haben jetzt zwei Rennen hinter uns. In Sachen Ergebnis waren beide sehr gut. In Sachen Konkurrenzfähig war Bahrain sehr gut, in Australien hatte Mercedes das schnellere Auto. Die GP-Wochenenden verliefen komplett unterschiedlich. Nun sind wir hier in China, auf einer wieder ganz andersartigen Strecke. Es ist auch kühler als in Australien und in Bahrain, ein wesentlicher Faktor. Wenn wir die Fahrzeugbalance hinbekommen und die Reifen optimal zum Arbeiten bringen, dann werden wir bei der Musik sein. Wie laut diese Musik ist, werden wir dann sehen!»

Kommt in Sachen Siege nach A wie Australien und B wie Bahrain nun C wie China? Seb lacht: «Ich weiss es nicht. Die Rennen sind schwer vorhersehbar, für mich ist Mercedes Favorit. Ich habe auch nicht vergessen, was bei den Wintertests los war. Vielleicht haben uns die Verhältnisse in Bahrain begünstigt. Diese Strecke hier geht tüchtig auf die Reifen, ich bin selber auf die Dauerläufe von Freitag gespannt. Aber die könnten tüchtig verdorben werden, weil Regen kommt.»

«Ich habe auch Red Bull Racing weiter auf der Rechnung. Die Top-Teams liegen dicht beisammen. Wir haben noch viele Rennen vor uns, da würde ich ohnehin niemanden abschreiben.»

«Ich weiss, dass die Basis unseres Autos stimmt. Bisher haben wir viel richtig gemacht, in Melbourne hatten wir auch eine gehörige Prise Glück. Das kann schnell auch mal in die andere Richtung gehen. In Bahrain haben wir aus eigener Kraft gewonnen. Der einzige Wermutstropfen war unser verletzter Mechaniker Francesco. Ich habe mit ihm gesprochen, er ist guter Dinge und will so schnell als möglich auf die Rennstrecke zurückkommen.»

In den sozialen Netzwerken heiss diskutiert: Was ist eigentlich Sebastian Vettels Friseur von Beruf? Die ausrasierten Seiten sind nicht Jedermanns Sache. Hat Vettel vielleicht eine Wette verloren? «Nein», meint Seb, «ich mag es einfach so, sonst würde ich es nicht machen lassen.»

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