Max Verstappen zu Kritik: Brauche keinen Psychologen

Von Andreas Reiners
Formel 1
Max Verstappen

Max Verstappen

Nach dem China-GP musste sich Max Verstappen einiges anhören. Er war bei einem Manöver gegen Sebastian Vettel zu forsch, rauschte in den Ferrari und zerstörte sowohl das Rennen des Deutschen als auch sein eigenes.

Die mildesten Worte gab es noch von Vettel, meist hagelte es Kritik. «Es waren jetzt drei Rennen und er hat ungefähr fünf kapitale Böcke geschossen. Alles schön und gut, aber irgendwann muss man dann auch mal eine Umdrehung herunterschrauben», sagte beispielsweise RTL-Experte Nico Rosberg. Er sieht den Niederländer als Wiederholungstäter, der endlich erwachsen werden müsse.

Der Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzende Niki Lauda keilte gegen Verstappen. «Die Schuld liegt voll bei Max. Vernunft scheint sich bei diesem Menschen nicht einzustellen», meinte der Österreicher bei den Kollegen von auto motor und sport. «Normalerweise wächst man mit seinen Fehlern. Er wird nur kleiner. Das scheint mir auch eine Intelligenzfrage zu sein.»

Es ist nicht das erste Mal, dass Lauda Verstappen harsch kritisiert. Der dreimalige Weltmeister wollte Verstappen im vergangenen Jahr sogar in die Psychiatrie schicken: «Rennfahrer dürfen sich gegenseitig nicht unnötig gefährden. Und der hat überhaupt keine Einsicht, dass er überhaupt etwas falsch gemacht hat. Der ist weit über dem Limit - und das ist nicht notwendig.»

Und auch von Papa Jos gab es mahnende Worte. «Der Angriff gegen Sebastian war einfach eine Fehleinschätzung. Max muss sich in gewissen Situationen mehr konzentrieren. Ich will nicht, dass er seinen Fahrstil ändert. Ich bin nicht wütend, eher enttäuscht. Letztlich leidet er selber am meisten.»

Was sagt denn Verstappen mit einigen Tagen Abstand? «Es war nicht mein bestes Rennen, aber ich muss nicht mehr darüber nachdenken. Ich hätte es anders machen sollen, aber wenn man alles vorher weiß, dann könnte man die ganze Welt verändern», stellte er klar. «Ich habe daraus gelernt und schaue nach vorne.»

Seinen Fahrstil wird er nicht verändern. «Ich werde nicht weniger aggressiv sein, aber werde mir die Situation in Zukunft genauer anschauen», sagte er. Was Kritik betrifft, orientiert er sich sowieso vor allem an seinem Vater oder Red-Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko.

«Das sind die Leute, die sich auskennen und verstehen, wie es funktioniert», so Verstappen. Er betont: «Ich brauche keinen Psychologen. Schlafe ich gut? Ich schlafe immer gut!»

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