Williams lässt Köpfe rollen: Auch Aero-Chef weg

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Auf dem engen Strassenkurs von Monte Carlo kamen die Schwächen des FW41 nicht so stark zum Vorschein wie in Barcelona

Auf dem engen Strassenkurs von Monte Carlo kamen die Schwächen des FW41 nicht so stark zum Vorschein wie in Barcelona

Die Williams-Leistungskrise fordert weitere Opfer: Nun muss auch Aerodynamik-Chef Dirk de Beer seinen Schreibtisch räumen. Vor wenigen Wochen hat bereits Chefdesigner Ed Wood den Traditionsrennstall verlassen.

Nachdem Chefdesigner Ed Wood schon vor wenigen Wochen seinen Posten beim Traditionsrennstall Williams hatte räumen müssen, rollt nun der nächste Kopf: Aerodynamik-Chef Dirk de Beer hat das Team aus Grove auch verlassen. Ersetzt wird er von Dave Wheater, der zum neuen Leiter der Aerodynamik bei Williams wird. Neuer Leiter der Aero- und Entwicklungsabteilung ist der bisherige Chef-Ingenieur Doug McKiernan.

De Beer, der 1999 als leitender Aerodynamiker von Sauber in die Formel 1 einstieg und in der Folge für Renault, Lotus und Ferrari arbeitete, stiess anfangs 2017 zu Williams. Als Kopf der Aerodynamik-Abteilung war der Südafrikaner massgeblich am Design des FW41 beteiligt, mit dem Lance Stroll und Sergey Sirotkin in dieser Saison in der Startaufstellung stehen.

Der Kanadier und der Russe tun sich schwer mit dem 2018er-Modell von Williams, das auch den Ingenieuren viel Kopfzerbrechen bereitet hat. Offenbar wird die ganze Aerodynamik des Fahrzeugs gestört, sobald die Räder eingeschlagen werden. Das Resultat: Weniger Abtrieb und Grip am Kurveneingang. Vor allem die langen Kehren bereiten dem FW41 Mühe, was erklärt, dass sich das Williams-Duo beim jüngsten Kräftemessen auf dem engen, gewundenen Strassenkurs von Monaco nicht ganz so schwer taten wie zuvor in Barcelona.

Bereits vor dem Start des berühmtesten GP des Jahres hatte Williams-Technikchef Paddy Lowe Klartext gesprochen und sich in Selbstkritik geübt. «Unser Tempo ist wirklich schlecht», klagte er im Gespräch mit den Kollegen von Formula1.com. «Wir arbeiten derzeit eifrig daran, die Probleme zu lösen, aber leider haben wir noch nichts umsetzen können», verriet der Brite, der wie de Beer zu Beginn des vergangenen Jahres zu Williams kam.

Und der Team-Mitbesitzer gestand auch: «Wir haben uns in einigen wichtigen Bereichen etwas verrannt, was wir nun verstehen. Wir müssen akzeptieren, dass wir keinen guten Job gemacht haben, ich habe keine gute Arbeit geleistet, weil wir nicht die richtigen Fortschritte erzielt haben. Wir hätten auf einige Dinge früher reagieren sollen.»

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