Kanada: Missverständnis führte zum Zielflaggen-Chaos

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Top-Model Winnie Harlow trifft keine Schuld am Flaggen-Chaos von Kanada

Top-Model Winnie Harlow trifft keine Schuld am Flaggen-Chaos von Kanada

Im Kanada-GP schwenkte Winnie Harlow die Zielflagge eine Runde zu früh, doch das Top-Model trifft keine Schuld, wie F1-Renndirektor Charlie Whiting nach dem siebten Saisonlauf betonte.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Diese Erfahrung durfte das kanadische Top-Model Winnie Harlow nach dem siebten Formel-1-WM-Lauf von Montreal in den sozialen Medien machen. Denn dort entrüsteten sich viele Fans über die Tatsache, dass der Mode-Star die schwarz-weiss karierte Flagge eine Runde zu früh geschwenkt hatte.

Den Regeln entsprechend wurde das Rennen deshalb nach 68 Runden gewertet – und das sorgte bei vielen Fans für Ärger – auch, weil Harlow auf der Startaufstellung noch ungeniert erklärt hatte, dass sie die Formel 1 eigentlich nicht mitverfolge. Doch Harlow trifft keine Schuld am Flaggen-Chaos, wie F1-Renndirektor Charlie Whiting im Fahrerlager von Montreal betonte.

Der Brite erklärte dass ein Kommunikationsfehler das verfrühte Rennende verursacht hatte, und er erinnerte an die Tatsache, dass Fussball-Legende Pele 2002 in Brasilien auch versagt hatte, als er die Zielflagge schwenken durfte. Der Kicker war allerdings im Gegensatz zu Harlow zu spät dran. Auch im China-GP von 2014 patzte der Flaggen-Schwenker, der das Rennen auch eine Runde zu früh beendet hatte.

An dieses Ereignis erinnerte Whiting nach dem Rennen in seiner Pressekonferenz: «Es handelte sich hier um das gleiche Problem wie damals in China, wo auch ein Kommunikationsfehler dafür verantwortlich war.» Und er betonte: «Die Dame trifft keine Schuld» Denn Harlow wurde der Befehl zum Abwinken zu früh erteilt, weil der Repräsentant des örtlichen Motorsportvereins das entsprechende Zeichen zu früh gab. Er hatte bei der Rennleitung nachgefragt, ob sich das Rennen in der letzten Runde befinde und diese hatte den Funkspruch nicht als Frage verstanden und deshalb mit einem Okay quittiert.

«Das ist natürlich ein ärgerlicher Fehler, der nicht hätte passieren dürfen», räumt der Rennleiter der Königsklasse ein, der auch einräumte: «Wir müssen die Abläufe diesbezüglich überdenken und möglichst einfach gestalten.» Er stellte aber auch klar: «Wenn man mit unterschiedlichen Menschen in unterschiedlichen Ländern und Sprachen arbeitet, dann läuft die Kommunikation nun mal nicht immer perfekt. Natürlich ist das unser Ziel, doch zum Glück hat das Ganze das Ergebnis nicht beeinflusst.»

Einen Leidtragenden gab es allerdings: Daniel Ricciardo, der ganz zum Schluss noch die schnellste Runde gedreht hatte, wurde ein Opfer der Regelung, dass eine Runde abgezogen wird, sollte die schwarz-weiss karierte Flagge zu früh gezeigt werden. Denn dadurch wurde die schnellste Rennrunde seinem Red Bull Racing-Teamkollegen Max Verstappen zugesprochen. Der Australier erfuhr erst davon, als er zum Interview vor die Kameras trat. Dem GP-Sieger, der als Vierter hinter Sieger Sebastian Vettel, Valtteri Bottas und Verstappen ins Ziel gekommen war, stand die Empörung darüber ins Gesicht geschrieben.

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