Formel 1

Daniel Ricciardo sauer: «Hätten fairer sein können»

Von Vanessa Georgoulas - 30.06.2018 17:30

Nach dem Qualifying zum neunten WM-Lauf in Österreich war Daniel Ricciardo nicht zum Lachen zumute. Der Australier musste sich mit dem siebten Platz begnügen – und ärgerte sich hinterher.

Vor dem Start zum Spielberg-Rennwochenende hatte Max Verstappen noch betont: «Ich hoffe, dass Daniel Ricciardo mein Teamkollege bleibt, denn er ist perfekt – neben der Strecke ist er einer der Besten, den man sich wünschen kann, auf der Piste ist er einer der Härtesten.» Der Niederländer, der im Abschlusstraining zum neunten WM-Lauf auf dem Red Bull Ring die fünftschnellste Runde drehte, erklärte auch nach dem Qualifying: «Wir werden weiterhin gut miteinander auskommen, da bin ich mir sicher.»

Ricciardo war hingegen alles andere als glücklich. Der Australier, der am morgigen Rennsonntag seinen 29. Geburtstag feiert, musste sich mit der siebtschnellsten Zeit begnügen und schimpfte nach getaner Arbeit: «Wir hätten fairer sein können!» Was war passiert? Beim letzten und somit entscheidenden Versuch, eine schnelle Q3-Runde in den Asphalt des Red Bull Rings zu brennen, hatte er seinem Teamkollegen Windschatten spenden müssen – und war damit überhaupt nicht zufrieden.

Denn der siebenfache GP-Sieger hielt auf dem Weg zu seiner letzten schnellen Runde beinahe an, in der Hoffnung, dass sein Teamkollege ihn überholen würde. Dieser weigerte sich aber standhaft. Ricciardo schimpfte hinterher vor laufender Kamera: «Wir haben versucht, für alle eine Lücke herauszufahren, und ich bin überhaupt nicht happy damit!»

Nette Worte gab es nur für Haas-Kontrahent Romain Grosjean, der sich zwischen Ricciardo und seinem Teamkollegen auf den sechsten Platz schieben konnte. «Ich bin schon etwas überrascht, aber die waren schon das ganze Wochenende über schnell. Romain hat einfach einen guten Job gemacht», lobte der Red Bull Racing-Star den Genfer.

Ricciardo tröstete sich: «Ich denke, wir können im Rennen nach vorne kommen, die zusätzliche DRS-Zone sollte uns dabei helfen. Ich habe mir auch das GP3-Rennen angeschaut und da gab es viele Positionswechsel und Zweikämpfe. Ich hoffe, dass wir das morgen auch bei unserem Rennen erleben werden.»

Und was sagt Verstappen zu dieser ganzen Angelegenheit? «Wir legen vor jedem Wochenende fest, wer vorne fährt, und ich war beim vorangegangenen Rennwochenende in Le Castellet bei jedem Run der Erste. Diesmal war er dran, so einfach ist das.» Und der 20-Jährige betonte: «Natürlich wollen wir uns gegenseitig antreiben und jeder von uns will den Anderen schlagen. Aber das war so ausgemacht, deshalb geht das schon in Ordnung. Ich gehe nicht davon aus, dass nun der Haussegen schief hängt.»

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