Kanada-GP in Montreal: Boxengebäude plattgemacht

Von Mathias Brunner
Formel 1
​2017 ist ein Abkommen zur Austragung des Grossen Preises von Kanada bis 2029 verlängert worden. Bedingung: Für 2019 muss ein neues Boxengebäude her. Das alte wird derzeit plattgemacht.

In Silverstone dröhnen die Formel-1-Motoren, in Montreal dröhnen die Bagger: Als es 2017 um einen neuen Vertrag zur Austragung des Kanada-GP ging, bestand eine Bedingung darin, dass die alte Boxenanlage ersetzt wird. Die Verhältnisse am Olympischen Ruderbecken waren antiquiert. Das Fahrerlager war viel zu eng, mit der Zeit mussten die Teamhäuschen aufs Ruderbecken hinausgebaut werden, um mehr Raum zu gewinnen. Mit solchen provisorischen Lösungen ist Schluss – derzeit werden die dreissig Jahre alten Boxen abgerissen.

Der grösste Sportanlass von Kanada im «Parc Jean Drapeau» soll ab 2019 zeitgemässer daherkommen. Stadt, Provinz Québec und die Tourismusbehörden auf regionaler und nationaler Ebene wissen um die Magnetkraft des Rennens. Das neue Gebäude wird geräumig, hell, luftig, es soll sich harmonisch ins Bild des Naherholungsgebiets einfügen. Die Gesamtkosten werden auf 60 Millionen kanadischer Dollar geschätzt (rund 40 Millionen Euro), 18 davon bezahlt Provinz Québec, der Rest kommt aus der Stadtkasse von Montreal.

Rennpromoter François Dumontier: «Wir werden viel Holz verarbeiten und Aluminium, auf dem Dach wird es einen Knicks vor der Expo67 geben – wir wollen an unsere Weltausstellung erinnern.» Die Insel Île Notre-Dame wurde zur Weltausstellung «Expo 67» in Montreal aufgeschüttet. Heute bilden einige Bauten des damaligen Ausstellungsgeländes eine unvergleichliche Kulisse fürs Autorennen – wie die Kugel der US-amerikanischen Biosphäre (heute ein Umwelt-Museum) oder der französische Pavillon, der heute als Spielcasino dient. Markant auch die architektonisch mutige Betonwürfelsammlung der Siedlung Habitat 67.

Die neue Boxenanlage soll auf 30. April 2019 fertiggestellt sein. Weil der kanadische Winter ziemlich grimmig sein kann, werden die ganzen Gebäude bis Jahresende stehen, dann wird der Schwerpunkt auf den Innenausbau gelegt.

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