Sebastian Vettel: Neuer Helm mit Farbenfeuerwerk

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Sebastian Vettel hat sich für den Grossen Preis von Ungarn viel vorgenommen: 2015 und 2017 hat er auf dem Hungaroring gewonnen, das wäre perfekte Frust-Verarbeitung der Hockenheim-Pleite.

Neues Spiel, neues Glück: Ferrari-Star Sebastian Vettel will den Frust von Hockenheim mit einem Erfolg in Ungarn bewältigen. Dazu trägt er neue Farben auf seinem Arai-Helm. Das klassische Design von Sebastian wurde bei diesem Helm in einem Mix aus vielen Effekten lackiert. In der Flagge, um die 5 herum und auch beim Pferd von Ferrari sind verschiedenste Hologramme, Flakes und Nuancen eingearbeitet, die – besonders im Sonnenlicht – ein wahres Farbenfeuerwerk erzeugen.

Vettel-Fans wissen: Der Heppenheimer wechselte als Pilot von Red Bull Racing das Design seines Helms fast zu jedem Rennen. Für 2015 und das neue Kapitel bei Ferrari zeigte er dann ein eher schlichtes, weisses Design mit den deutschen Nationalfarben. Dieses Grund-Design hat Vettel behalten. Aber das Leitthema variieren wollen Vettel und sein Helmdesigner Jens Munser dennoch. Zur Erinnerung: Die FIA schreibt seit nunmehr drei Jahren vor, dass das Grund-Design eines Helms das Gleiche bleiben muss. Angeblich erhöht das den Wiedererkennungswert. Jedem Fahrer ist einmal im Jahr eine Ausnahme gestattet, etwa für ein Heimrennen à la Hockenheim.

Ferrari-Star Sebastian Vettel variiert auch in dieser Saison seine Helme. Aber es geht nur um Nuancen. Wir zeigen seine sieben bisherigen Helmdesigns und welche Geschichten dahinterstecken.
Sebastian Vettel tritt 2018 mit den gleichen Helmfarben wie in den letzten Jahren an. Sebastian ist seinem auffällig weissen Design mit den Streifen für Deutschland treu geblieben. Die für die Onboard-Kamera vorgeschriebene Startzahl an der Oberseite des Helms ist in diesem Jahr als «five» ausgeschrieben.

2018 haben wir bisher neun verschiedene Helmdesigns erkannt, die wir hier gerne vorstellen.

Helm #1: Testhelm
Er sieht ungewohnt leer aus. Sebastians Helm für 2018 hat nach dem Weggang von Sponsor Santander einen Sponsor weniger zu tragen, auch das Logo der Scuderia ist einfacher geworden.

Helm #2: ungetragen
Der zweite Helm der Saison wurde mit einer Beschichtung versehen, die das Karbon-Muster des Arai-Helms in Silber sichtbar macht. Auch durch die Flagge, welche in transparenten Farben lackiert wurde, schimmert die Karbonstruktur durch.

Helm #3: Australien 
Die Karbonstruktur ist feiner und leichter. Das Ferrari-Pferd und die 5 sind schwarz mit dunklem Hologram umrandet. Als Siegerhelm beim Auftaktrennen hat diese Version – wie bei Sebastian üblich – einen Ehrenplatz erhalten und wird nicht mehr getragen.

Helm #4: Bahrain
Nach dem Sieg in Australien hatte sich Sebastian etwas Gold auf dem Helm verdient. Das Pferd, die 5 und alle Linien wurden in Glitzergold lackiert. Der gesamte Helm ist im Kontrast dazu mattweiss. Auch dieser Helm kam nicht über ein Rennen hinaus.

Helm #5: China 
Inspiriert durch chinesische Kalligraphie Style wurde der Helm in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Künstler Liao Sicheng gestaltet.

Helm #6: Baku
Es bleibt schlicht, aber wird röter. Das Pferd, die 5 und alle Linien sind neonrot lackiert. Zusätzlich wurde ein gefärbtes Randgummi verwendet, welches zum ersten Mal mit FIA-Zulassung in der Formel 1 eingesetzt werden durfte.

Helm #7: Monaco 
Ein spezieller Effektlack, welcher in Hologramm-Farben leuchtet und bei Lichteinfall einen kreisrunden Lichtkreis erzeugt, dazu ein speziell entworfener Monaco-Schriftzug, der unten am weissen Randgummi verläuft. 

Helm #8: Frankreich
Die Kombination Neonrot und Weiss war für Vettel und Munser so reizvoll, dass sie nochmals aufgenommen worden ist. Dazu ist als Basis die Optik einer Schalungsbetonwand einlackiert.

Helm #9: Deutschland
Ab und an lassen Sebastian Vettel und Designer Jens Munser einen Künstler mit dem Helm des vierfachen Formel-1-Weltmeisters arbeiten, fürs Heimrennen in Hockenheim 2018 ist das der Berliner Christoph Niemann. Der 47jährige Illustrator, Künstler und Buchautor liess sich bei den Wintertests in Barcelona inspirieren. Als Formel-1-Neuling war er vom Sound fasziniert, das wollte er auf dem Helm umsetzen. Zudem fand er reizvoll, wie Mensch und Maschine gemeinsam am Limit arbeiten. Christoph Niemann: «Abgesehen davon, dass ich die deutschen Farben einschliessen sollte, hatte ich freie Hand. Für den faszinierenden Sound dieser Autos stehen die Kreise an der Seite. Vettel hat mir erzählt, wie wichtig es in seinem Job ist, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Also begann ich an der Hinterseite mit verschiedenen Streifen, die sich zunächst überschneiden, dann jedoch parallel werden und am Ende in einem roten Strich auslaufen.»

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