Formel-E-Meister Vergne: Angebot aus der Formel 1

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Jean-Eric Vergne

Jean-Eric Vergne

Der frühere Toro Rosso-Pilot Jean-Eric Vergne hat nach seinem Titelgewinn in der Formel E ein Angebot für ein Formel-1-Cockpit für die Saison 2019 bekommen, wie der Franzose in Silverstone verrät.

Kehrt Jean-Eric Vergne nach seinem erfolgreichen Titelkampf in der Formel E wieder in die Formel 1 zurück? Nach Eigenaussage des früheren Toro Rosso-Piloten besteht zumindest die Chance dazu. Der Franzose bestätigte im Gespräch mit dem Kollegen von «Crash.net», dass ihn nach seinem Titeltriumph mehrere Teams kontaktiert hätten. «Darunter auch ein Formel-1-Rennstall», verriet er stolz, und fügte an: «Das ist eine der Möglichkeiten.»

Die Freude über das Angebot aus der Königsklasse ist gross. Vergne erklärte strahlend: «Es ist schon witzig, wie sich die Motorsport-Welt ändern kann. Wenn du deine Einstellung und deine Arbeitsweise anpasst, dann erkennst du das gleich am Ergebnis und an der Art, wie die Leute dich betrachten und mit dir reden. Es ändert sich viel, wenn du für eine bestimmte Marke stehst. Ich glaube nicht, dass mich irgendeiner aus der Formel 1 vor drei Jahren angerufen und gefragt hätte, ob ich einen Vertrag fürs nächste Jahr habe. Das ist einfach grossartig.»

Um welchen Rennstall es sich handelt, wollte Vergne nicht verraten. Viel lieber lobte er die Bemühungen der Formel-1-Verantwortlichen, das Kräfteverhältnis im GP-Feld etwas ausgeglichener zu gestalten. «Das Gute an der Formel E ist, dass ein Team wie unseres den Titel holen kann – das ist, als ob Marussia die Formel-1-WM gewonnen hätte. Natürlich wäre das in der Formel 1 nicht möglich, aber vielleicht lässt sich das ändern und einige Teams können dann wieder um Siege mitkämpfen. Es würde mich interessieren, eine neue, grosse Herausforderung meistern zu müssen. Und ich denke, diesmal verfüge ich über alle nötigen Mittel, um in der Formel 1 einen guten Job zu machen.»

Vergne, der den Weg in die Formel 1 als Teil des Red Bull Junior Teams fand und 2012 bis 2014 insgesamt 58 GP-Einsätze für Toro Rosso bestritten hat, bevor er aussortiert wurde, hegt trotz des frühen Endes seiner GP-Karriere keinen Groll gegen die Formel 1. «Ich bin glücklich und nicht verbittert. Ich sehe meinen ehemaligen Teamkollegen Daniel Ricciardo Rennen gewinnen und war auch in Monaco dabei, als er gewann. Und ich habe mich sehr für ihn gefreut.»

«Natürlich könnte ich nun sagen, dass ich diesen Kerl geschlagen habe und nahe an ihm dran war und er nun die Rennen gewinnt und den grossen Vertrag für die Zukunft in der Tasche hat», räumte der 28-Jährige aus Pontoise ein, beteuerte aber auch gleich: «Aber das tue ich nicht, ich bin sehr glücklich mit dem, was ich habe. Ich denke, alles passiert aus einem gewissen Grund. Wer seist, wo er und ich in zehn Jahren stehen werden? Deshalb bin ich auch nicht mehr enttäuscht. Ich habe aus meinen Fehlern und den schlechten Dingen, die passiert sind, gelernt und tatsächlich bin ich Dankbar für alles, was mir widerfahren ist. Und wenn sich nun eine gute Gelegenheit für die Formel 1 ergibt, werde ich eine Rückkehr erwägen.»

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