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Simon Mayer aus Hochstätt: Eine Hoffnung für den deutschen Eisspeedwaysport

Dass ein neuer Fahrer in die Szene kommt, ist in den meisten Motorsportarten Alltag und kaum eine Notiz wert. Anders im exotischen Eisspeedwaysport – noch dazu, wenn der Neue ein Deutscher ist.

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Vor zwölf Tagen hatte Simon Mayer noch nie ein Eisspeedwayrennen gefahren. Die Premiere fand im hohen Norden, im schwedischen Östersund beim ersten Treffen der Allsvenskan-Meisterschaft statt. Der 21-jährige Oberbayer ist Mitglied im Inn Isar Racing Team, ein DMV-Club voller positiv verrückter Bahnsport-Fans. Inn Isar Racing hat allein im Eisspeedway ein halbes Dutzend aktive Fahrer – und jetzt einen mehr.

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Wie kommt man auf die Idee, in so einen exotischen Zweiradsport einzusteigen? «Ich bin mit dem Sport aufgewachsen, meine Eltern haben mich jedes Jahr nach Saalfelden, Inzell, St. Johann mitgenommen und ich wollte schon immer selbst fahren.»

Dann entstand eine Verbindung mit Ex-Europameister Harald Simon und seinem Mechaniker Beppo Böhm. Simon Mayer startete im Sommer im Yamaha-R6-Cup in der IDM, ab letztem Jahr im Rahmen der IBPM (Internationale Bike Promotion Meisterschaft). Sein Mechaniker dort ist: Beppo Böhm. So kaufte Mayer im letzten Jahr ein Eismotorrad von Harald Simon, der seine Karriere beendet hatte, aber dieses Jahr doch wieder fährt.

Simon Mayer: Erstes Rennen am 24. Januar

So ging es mit dem gesamten Inn Isar Racing Team am 1. Januar nach Örnsköldsvik, wo am 31. Januar die WM-Qualifikation stattfand, ins Trainingslager. Am 24. Januar war es dann so weit: Der Brunnenbohrer aus Hochstätt fuhr in Östersund sein erstes Rennen. Als Mitglied des Inn Isar Teams, offiziell Jämtlands MK, schrieb er seinen ersten Punkt. «Anfangs war ich sehr nervös. Am nächsten Tag mit der Erfahrung war ich schon etwas entspannter.» Beim zweiten Rennen in Strömsund, wieder Allsvenskan, kam der Rookie schon auf erstaunliche 5 Punkte – und sein Team gewann das Rennen!

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Am 1. Februar, nach dem WM-Rennen in Örnsköldsvik, bei dem der Youngster seine Teamkollegen Ove Ledström, Max und Maximilian Niedermaier, Jimmy Hörnell, und Paul Cooper anfeuerte, durfte Mayer, wieder in Strömsund, in einem Supercup-Rennen das erste Mal gegen die Besten (Haarahiltunen, Svensson, Bauer, Weber) antreten. Und er kam diesmal sogar auf 6 Punkte aus fünf Läufen. Joe Saetre, Martin Börjegren und «Minimax» Niedermaier mussten dem Bayern den Vorrang lassen.

Motorrad fahren zu können, ist auf dem Eis kein wirklicher Vorteil

Simon Mayer

Fürs Erste ist Simon Mayer zufrieden: «Ich konnte schon im letzten Jahr ein paar Runden drehen, von daher wusste ich, auf was ich mich einlasse. Es ist kein Nachteil, wenn man schon Motorrad fahren kann, aber es ist auf dem Eis auch nicht wirklich ein Vorteil.»

Der derzeit einzige deutsche Nachwuchsfahrer im Sport hofft nun in diesem Winter auf weitere Einsätze in St. Johann (7. Februar, 18 Uhr) und in Heerenveen (10. April).

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Die deutsch-österreichischen Leistungsträger im Eisspeedwaysport sind in ihren 30er-, 40er- und 50er-Jahren: Franky Zorn 56, Hans Weber 41, Max Niedermayer 36. Deshalb gibt ein 21-Jähriger wie Simon Mayer Hoffnung für die Zukunft.

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