Ferrari mit Mick Schumacher: Türe steht weit offen

Von Mathias Brunner
​In der Formel 3 rennt Mick Schumacher derzeit von einem Sieg zum nächsten. Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene stellt in Singapur klar: «Für Mick Schumacher steht die Türe bei uns immer offen.»

Mick Schumacher segelt mit Rückenwind: Der Sohn der Rennfahrerlegende Michael Schumacher hat vier der letzten sechs Formel-3-EM-Läufe gewonnen, davon zuletzt drei in Folge auf dem Nürburgring. In Sachen Titel steht ihm jetzt nur noch Red-Bull-Zögling Dan Ticktum vor der Sonne, es steht 264:261 für den Briten. Noch sind sechs Läufe zu fahren. Klar wird angesichts dieses Aufwärtstrends beim 19jährigen Schumacher nicht mehr darüber spekuliert, ob Mick in die Formel 1 kommt; sondern eher darüber wann und mit wem.

Das Management von Mick Schumacher war klug genug, sich bislang nicht an einen Rennstall und Nachwuchsprogramm zu binden. Aber der Name Schumacher bringt die Fans zum Träumen und die Teamchefs zum Speicheln. Michael Schumacher und Ferrari, das wird auf immer verbunden bleiben, also läge eine Kooperation mit dem berühmtesten Rennstall der Welt auf der Hand – zumal Micks heutiges Team Prema enge Verbindungen zu Ferrari pflegt.

Maurizio Arrivabene rollt in Singapur schon mal den roten Teppich aus: «Mit einem solchen Namen, der mit der Historie von Ferrari eng verwoben ist, da steht Mick die Tür bei Ferrari immer offen, keine Frage. Wie könnten wir in Maranello einem solchen Namen die Türe verschliessen? Aber es soll nichts überstürzt werden. Das ist eine Entscheidung der Familie Schumacher.«

«Das Wichtigste bei Mick Schumacher ist: Wir müssen ihm die Chance geben, in Ruhe zu wachsen, ohne ihn unter Druck zu setzen. Die Ergebnisse bislang sind sehr gut, ich wünsche ihm nur das Beste. Aber derzeit soll er vor allem Spass haben. Er soll sich auf seine heutige Aufgabe konzentrieren können. Die Zukunft kommt noch schnell genug.»

Mick Schumacher muss in der laufenden Formel 3 unter die ersten Drei kommen, dann wird er genügene Superlizenz-Punkte erobert haben, um Formel 1 fahren zu dürfen. Ein Sprung direkt in den Grand-Prix-Sport entspricht aber nicht dem Fahrplan, den Managerin Sabine Kehm entworfen hatte. Sie hat immer betont, dass Mick in Ruhe einen Schritt nach dem anderen gehen soll. Das würde 2019 bedeuten: Aufstieg in die Formel 2.

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