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Formel-1-Wintertests: Wieso genau auf dem Bahrain International Circuit?
Am 11. Februar beginnen auf dem Bahrain International Circuit die zweiten Formel-1-Wintertests 2026. Immer wieder erhalten wir von Lesern die Frage: Wieso fahren wir eigentlich ausgerechnet hier?
Formel 1
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Endlich brüllen in der Formel 1 die Motoren aller Teams – von 11. bis zum 13. Februar werden auf dem Bahrain International Circuit die zweiten Wintertestfahrten ausgetragen, und nun wird auch Williams auf der Bahn sein, also alle elf Rennställe vor Ort. Eine Woche später wird erneut auf dem BIC gefahren, dann vom 18. bis 20. Februar.
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Immer wieder taucht um diese Jahreszeit diese Frage unserer Leser auf: Wie kam die Formel 1 eigentlich auf den kleinen Inselstaat als Probelauf für die GP-Saison? Bahrain als Lösung aus der Not heraus Die Entscheidung fiel 2021 aus der Not heraus: Formula One Management (FOM) und die Grand-Prix-Rennställe kamen überein, dass dies am sinnvollsten sei – nachdem vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie der erste Teil des WM-Programms umgestellt werden musste. Tests und Rennen am gleichen Ort machten mehr Sinn als Testfahrten auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya in Spanien und dann ein Rennen im Nahen Osten. Zudem war damals die Corona-Situation in Bahrain weniger dramatisch als in Katalonien.
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Aus Kostengründen sind die Formel-1-Testfahrten im Laufe der Jahre mehr und mehr beschränkt worden. Noch vor einigen Jahren wurde vor einer Saison je vier Tage auf drei verschiedenen spanischen Rennstrecken gefahren (Valencia, Jerez, Barcelona), 2023 hingegen bestand die komplette Saisonvorbereitung aus nur drei Tagen, also eineinhalb pro Stammfahrer.
2022 war alles ein wenig anders: Die Formel 1 erhielt eine komplett neue Rennwagengeneration samt Niederquerschnittreifen, daher wurde das Testprogramm ausgebaut, auch dies in Absprache mit den Rennställen – drei Tage Barcelona, drei Tage Bahrain, dann das erste WM-Rennen auf dem Bahrain International Circuit.
Neue Rennwagen, daher längerer Test Vergleichbar der Fahrplan 2026 mit der neuen Rennwagen-Generation (kompakter, leichter, aktive Aerodynamik, geänderte Antriebseinheiten): Probelauf in Spanien, dann zwei Mal drei Tage in Bahrain. Jahrelang hatten sich verschiedene Teamchefs immer wieder für Bahrain als Teststrecke ausgesprochen. Denn 2018 beispielsweise staunten die Mitglieder der Königsklasse auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya – Schnee hatte die ganze Rennanlage gezuckert, an normalen Testbetrieb war nicht zu denken.
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Klar wurden wieder Stimmen laut, wonach der GP-Tross sich nicht im winterklammen Katalonien auf die Saison vorbereiten sollte, sondern unter arabischer Sonne von Bahrain. Das alles hatten wir schon mal. Teamverantwortliche und Piloten zeterten schon vor Jahren, man brauche unbedingt Probefahrten unter Wettersicherheit und Verhältnissen, wie sie später bei den Grossen Preisen von Bahrain oder Australien angetroffen werden. Vor- und Nachteile von Bahrain Nach dem Aufgalopp in Jerez (Andalusien) Ende Januar 2014, als die Formel 1 in die neue Turbohybrid-Ära trat, wurde dann acht Tage lang in der Wüste Sakhir (Bahrain) getestet. Die Araber erwiesen sich als vorbildliche Gastgeber. Es gab Sonne satt, doch schon nach kurzer Zeit ging die Grummelei von vorne los. Ich kann mich gut daran erinnern, wie der damalige Pirelli-Rennchef Paul Hembery schimpfte: "Bahrain ist viel weiter von allem entfernt als Spanien, also ist dieser Testort auch teurer. Logistisch ist Bahrain ein Alptraum. Wenn du ein Problem hast, dann nimmt es viel mehr Zeit in Anspruch, Teile auszufliegen oder neue kommen zu lassen. Der Flug dauert sechs Stunden und nicht zwei. Das hat bei einigen Teams zu grossen Verzögerungen geführt."
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Entschuldigung, aber was genau davon war nicht zu erwarten? Jeder Formel-1-Fan hätte das den Teams erklären können, und zwar noch bevor mit Vertretern aus Dubai, Abu Dhabi und Bahrain verhandelt wurde. Bahrain erhielt letztlich den Zuschlag, weil die Regierung der Formel 1 und den Teams in Sachen Kosten den roten Teppich ausrollte. Gefahren wird 2026 ab Mittwoch, 11. Februar jeden Tag von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr Ortszeit, wobei von 14.00 bis 15.00 eine einstündige Mittagspause eingelegt wird. Für die Zuschauer in Deutschland, Österreich und in der Schweiz bedeutet dies: Die GP-Stars gehen um 8.00 Uhr mitteleuropäischer Winterzeit auf die Piste und fahren bis 17.00 Uhr, wenn es in Bahrain dunkel wird.
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