Fernando Alonso: Harte Kritik an Lance Stroll

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Fernando Alonsos musste seinen Renner nach dem Crash an der Box abstellen

Fernando Alonsos musste seinen Renner nach dem Crash an der Box abstellen

Formel-1-Routinier Fernando Alonso kam im USA-GP nicht weit. Bereits in der vierten Kurve wurde sein Renner von Lance Stroll beschädigt. Hinterher hielt sich der zweifache Champion mit seiner Kritik nicht zurück.

Fernando Alonso war die Wut über das frühe Aus in Austin anzusehen, als er nach seinem Ausfall in der ersten Rennrunde vor die TV-Kameras trat. Der zweifache Weltmeister, der dem GP-Zirkus nach dieser Saison den Rücken kehren wird, wurde Opfer des ungestümen Williams-Piloten Lance Stroll, der dem McLaren-Renner beim Rad-an-Rad-Duell zu nah kam und dafür mit einer Durchfahrtsstrafe bedacht wurde.

«Ich weiss nicht, wie gross der Schaden auf der rechten Seite ist. Es ist unmöglich, mit diesen Jungs ein Rennen zu bestreiten, unmöglich!», ärgerte sich der Asturier bereits am Boxenfunk über den Milliardärssohn im Williams-Auto, der im nächsten Jahr höchstwahrscheinlich für Force India antreten wird, weil sein Vater Lawrence Stroll den Rennstall aus Silverstone mit einer Investorengruppe übernommen hat. Alonso schaffte es zwar noch an die Box, dort musste er seinen Dienstwagen jedoch abstellen, weil angesichts des Schadens nicht an eine Weiterfahrt zu denken war.

Und die Wut war auch noch nicht verflogen, als er von den Reportern auf den Unfall angesprochen wurde: «Es ist unglaublich, wie tief das Niveau in dieser Gruppe des Feldes ist», schimpfte Alonso, der auch keine Hilfe von den Offiziellen erwartet: «Bevor sich ein wirklich schlimmer Unfall ereignet, wird nichts passieren. Aber es ist schon interessant, dass man in einer anderen Serie mit 34 Autos samt Amateuren und 60-jährigen Piloten fahren kann, ohne dass so etwas passiert. Hier brauchen wir Stossfänger wie bei einem Miet-Kart, um überhaupt Rennen fahren zu können.»

Dass Stroll für seine Fahrweise bestraft wurde, ist für den ehrgeizigen Asturier nur ein schwacher Trost. «Das Wichtigste ist doch, dass man ins Ziel kommt, oder? Wir sind am Montag hergekommen und bleiben bis Mittwoch. Das heisst, wir verbringen neun Tage hier für 600 Meter. Natürlich hinterlässt das einen schlechten Nachgeschmack!»

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