Strafen 2018: Nur zwei GP-Piloten kamen davon

Von Mathias Brunner
Formel 1
Charles Leclerc vor Romain Grosjean in Le Castellet

Charles Leclerc vor Romain Grosjean in Le Castellet

​In der Formel-1-WM 2018 haben alle Fahrer mindestens einen Punkt geholt. Das gab es zuvor noch nie. Alle 20 Piloten erhielten auch Post von den Rennkommissaren, aber zwei kamen ohne Strafpunkte davon.

In der Formel-1-WM 2018 waren zwanzig Fahrer am Start, und alle zwanzig konnten punkten. Das hatte es in der Königsklasse noch nie gegeben, seit 1950 nicht. Wir hatten auch alle zwanzig Fahrer ständig im GP-Einsatz, niemand musste ersetzt werden. Viel Arbeit gab es für die Rennkommissare. Post von der Formel-1-Polizei erhielten alle Fahrer, aber es gibt Abstufungen: Nicht jedes Vergehen (wie etwa zu schnell zu fahren in der Boxengasse) führt zu einer Verwarnung oder gar zu einem Strafpunkt.

18 von 20 Fahrern mussten sich Knöllchen verpassen lassen, nur zwei können eine reine Weste vorweisen: Lewis Hamilton und Charles Leclerc. Allerdings erhielt Weltmeister Hamilton Verwarnungen – in Deutschland fuhr er am Boxeneingang über eine weisse Linie, das Gleiche tat er in Abu Dhabi. Bei drei gelben Karten für das gleiche Vergehen kommt es zu einer Strafversetzung. Dem konnte der Mercedes-Star entgehen.

Charles Leclerc ist der Musterschüler: Kein Strafpunkt, keine Verwarnung. Aber ganz ohne Vergehen ging es auch bei ihm nicht – ausgerechnet am Heimwochenende in Monaco flitzte der Sauber-Fahrer mit 66,4 statt der erlaubten 60 km/h durch die Boxengasse, das gab 700 Euro Strafe.

Die bösen Buben der Saison 2018: Haas-Fahrer Romain Grosjean und Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen. Strafpunkte über den Zeitraum von zwölf Monaten hinaus verfallen, sonst wäre es für den Genfer Grosjean kritisch geworden, er stand einmal bei neun Punkten.

Zur Erinnerung: Zur Saison 2014 hin führte der Autoverband FIA ein Strafpunktesystem ein. Maximal elf Strafpunkte darf sich ein GP-Pilot in einem Zeitraum von zwölf Monaten (also über eine Saison hinaus) leisten. Wer sich mehr zuschulden kommen lässt, der kommt gewissermassen auf die Strafbank und muss einen Grand Prix lang zuschauen.

Der letzte Fahrer, der eine vergleichbare Strafe erhielt (auch ohne Punktesystem) war Romain Grosjean – nach dem Auslösen der Startkollision von Belgien 2012. In Monza fuhr damals Lotus-Testfahrer Jérôme d’Ambrosio anstelle des Genfers.

Derzeit kommen Grosjean und Verstappen auf je sieben Punkte. Beim Haas-Piloten setzt sich das beispielsweise so zusammen: Auslösen einer Kollision beim Spanien-GP (2), Auslösen einer Kollision beim Frankreich-GP (2), Ignorieren der blauen Flaggen in Singapur (2), Auslösen einer Kollision in Texas (1).

Bei Verstappen sieht das Sündenregister so aus: Auslösen einer Kollision in China (2), Auslösen einer Kollision in Monza (2), zu wenig Verlangsamen unter gelber Flagge in Russland (2), auf unsichere Art und Weise auf die Piste zurückfahren in Japan (1).

Formel-1-Strafregister 2018

7 Strafpunkte
Romain Grosjean (F), Max Verstappen (NL) und Lance Stroll (CDN)
6
Brendon Hartley (NZ), Sergey Sirotkin (RU), Esteban Ocon (F) und Fernando Alonso (E)
5
Marcus Ericsson (S), Sergio Pérez (MEX) und Sebastian Vettel (D)
4
Nico Hülkenberg (D), Pierre Gasly (F) und Valtteri Bottas (FIN)
3
Stoffeln Vandoorne (B) und Carlos Sainz (E)
2
Daniel Ricciardo (AUS), Kevin Magnussen (DK) und Kimi Räikkönen (FIN)

Verwarnungen 2018

2
Gasly, Hamilton und Magnussen
1
Verstappen, Ricciardo, Ocon, Sainz, Räikkönen, Bottas, Sirotkin und Vettel.

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